Zeitung auf Schreibtisch - Gesundheit und Medizin
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Honorarkürzungen in der Psychotherapie – fatales Signal für die ambulante Versorgung

Mit Befremden hat die Kassenärztliche Vereinigung Saarland die Entscheidung des Erweiterten Bewertungsauschusses in Berlin zur Kenntnis genommen, der gegen die Stimmen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung beschlossen hat, die Honorare in der Psychotherapie zum 1. April 2026 pauschal um 4,5% abzusenken.

In der aktuell angespannten Versorgungslage stellt dies ein fatales Signal nicht nur für die psychotherapeutische, sondern für die ambulante Versorgung generell dar.

Obwohl die größten Kostenblöcke des Gesundheitswesens der Krankenhaussektor und die Arzneimittelversorgung darstellen, lassen hier fassbare kostenreduzierende Maßnahmen auf sich warten. Stattdessen wird dort gespart, wo 97 % der medizinischen Versorgung kostengünstig erbracht werden.

Die von allen geforderte Ambulantisierung medizinischer Leistungen kann nicht durch Vergütungsreduktion derjenigen, die diese Leistungen künftig übernehmen sollen, erreicht werden. Die künftige Sicherstellung der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung müssen Gesetzgeber und Versicherte beantworten, nicht die Leistungserbringer durch Budgetierung und Absenkung ihrer Vergütung.

(Pressemitteilung der KV Saarland vom 17.03.2026)

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