Informationen für Pressevertreter
Haben Sie Fragen zur ambulanten ärztlichen Versorgung? Dann helfen wir Ihnen gerne weiter: Bitte stellen Sie Ihre Anfrage schriftlich an:
presse@kvsaarland.de Wir bearbeiten Ihre Anfrage schnellstmöglich. Bitte haben Sie aber Verständnis dafür, dass manche Analysen, Auswertungen und Stellungnahmen zeitaufwändig sind.
Ansprechpartner in der Öffentlichkeitsarbeit:
Kerstin Kaiser/ Ralf Treib
Sie möchten in unseren Presseverteiler aufgenommen werden? Auch das machen wir gerne. Schreiben Sie uns Ihre E-Mail an: presse@kvsaarland.de.


Der Vorstand der KV Saarland
Der hauptamtliche Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland (KVS) wird von einem Vorsitzenden und dem stellvertretenden Vorsitzenden repräsentiert. Der Vorstand verwaltet die Körperschaft und vertritt die KVS sowohl gerichtlich als auch außergerichtlich. Daneben fallen dem Vorstand naturgemäß alle die Aufgaben zu, die kurzfristige Entscheidungen und sofortiges Handeln verlangen.
Dazu gehört insbesondere die Führung der laufenden Geschäfte, die Aufsicht über das Personal, die Aufstellung des Haushaltsplanes und der Bilanz sowie die Verwaltung des Vermögens
Der Vorstand ist verpflichtet, die gesetz- und vertragsgemäße Durchführung der ärztlichen Versorgung durch die Mitglieder zu überwachen, die Mitglieder über ihre Pflichten zu belehren und ihnen die notwendigen Hinweise zu geben.
KVS Versorgungsbericht 2025/26
In unserem neuen Versorgungsbericht beleuchten wir die aktuellen Herausforderungen in der ambulanten Versorgung im Saarland. Wir erheben eine Bestandsaufnahme und unterziehen die Gegenwart einer kritischen Analyse.
Gleichzeitig haben wir den Blick in die Zukunft gerichtet und stellen Maßnahmen und Projekte vor, mit denen wir auch mittel- und langfristig eine qualitativ hochwertige ambulante medizinische Versorgung im Saarland sichern wollen.
Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Förderung des ärztlichen Nachwuchses. Gerade für junge Ärztinnen und Ärzte spielen nicht nur berufliche Aspekte eine Rolle. Wichtig sind unter anderem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die beruflichen Möglichkeiten für Partnerin oder Partner, die Infrastruktur am Wohnort etc. Wir beobachten eine klare Tendenz hin zu Anstellung und Praxiskooperation. Dabei spielt der Praxisstandort eine große Rolle. Hier suchen wir gemeinsame Lösungen mit anderen Akteuren in der Gesundheitsversorgung und den saarländischen Kommunen und Landkreisen.
Darüber hinaus engagieren wir uns – gemeinsam mit der Ärztekammer des Saarlandes –
beim Thema Ausbildung und Imageförderung der Medizinischen Fachangestellten. Denn sie übernehmen nicht nur die Praxisorganisation wie das Terminmanagement, sondern auch zahlreiche Routine-Aufgaben, die Ärztinnen und Ärzte entlasten und die Versorgung optimieren.
Natürlich haben wir auch Zahlen, Tabellen und Grafiken über die ambulante Versorgung im Saarland zusammengestellt. Damit können wir eine Prognose aufstellen, wie und wo Ärztinnen und Ärzte in den Ruhestand gehen werden und welcher Bedarf an Nachfolgerinnen und Nachfolgern vorhanden ist.


Die Zukunft der ambulanten Versorgung...
Von San.-Rat Prof. Dr. med. Harry Derouet (Vorsitzender des Vorstandes) und Thomas Rehlinger (Stellv. Vorsitzender des Vorstandes)
Das System der Gesundheitsversorgung ist in seiner gegenwärtigen Verfassung nicht zukunftsfähig. Der Grund: Ein absehbarer massiver Personalmangel sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich, bei ärztlichen und nicht ärztlichen Fachkräften.
Bei dieser Aussage handelt es sich nicht um eine aktuelle Stellungnahme des neuen KV-Vorstandes, sondern um die Ergebnisse einer bereits 2010 erschienenen Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC mit dem Titel „Fachkräftemangel – stationärer und ambulanter Bereich bis zum Jahr 2030“.
Die Realität hat die Versorgungsstrukturen mittlerweile längst eingeholt. In einer Studie der Robert-Bosch-Stiftung von 2021 wird geschätzt, dass bundesweit bis 2035 11.000 in der Bedarfsplanung ausgeschriebene Hausarztstellen nicht mehr besetzt werden können. Im Saarland sind derzeit 66 Stellen für Hausärzte/-innen nicht besetzt bei insgesamt 658 Stellen (Rückgang um 11,8 % seit 2018 trotz erheblichem Zuwachs an angestellten Hausärzten, n=177). Auch im fachärztlichen Bereich gibt es bereits vereinzelt offene Sitze bei verschiedenen Fachgruppen (z.B. Psychiatrie, Hautärzte/-innen, Kinderärzte/-innen).
#PraxenKollaps
- Praxis weg. Gesundheit weg.
Die ambulante Versorgung in Deutschland steht auf dem Spiel: Die Praxen stehen vor dem Kollaps. Tag für Tag setzen sie sich für die Gesundheit ihrer Patientinnen und Patienten ein – doch ihre Kräfte gehen zur Neige.
In einer Krisensitzung am 18.08.2023 hat die Ärzte- und Psychotherapeutenschaft deswegen klare Forderungen an die Politik verabschiedet. Hunderte Niedergelassene, darunter die Delegierten der Vertreterversammlungen der KBV und der KVen machten klar: So kann es nicht weitergehen, ansonsten droht der Praxenkollaps.
Die KV Saarland unterstützt den gemeinsam verabschiedeten Forderungskatalog der KBV und der KVen.
