Patienten

Bevölkerungsumfrage zur medizinischen Versorgung

 

(April 2017) Im Zeitraum vom 28. März bis zum 3. April 2017 wurden insgesamt 1.027 zufällig ausgewählte erwachsene Deutsche zu ihren gesundheitspolitischen Einstellungen und Haltungen befragt. Die KBV hatte dafür die Forschungsgruppe Wahlen beauftragt.

Zusammenfassung der Ergebnisse:

Krankenhausbehandlung

Wenn es medizinisch möglich ist, würden 61 Prozent der Befragten, wenn sie im Alter sehr schwer krank wären, am liebsten zu Hause behandelt werden. Nur 18 Prozent der Befragten möchten dann im Krankenhaus behandelt werden. Vor allem Frauen (68 Prozent) möchten am liebsten zu Hause behandelt werden. Bei älteren Menschen ab 70 Jahre sind es 32 Prozent, die dann am liebsten im Krankenhaus behandelt werden möchten.

Entlassmanagement

Auf die Frage, wie wichtig sie es fänden, wenn das Entlassmanagement patientenfreundlicher gestaltet wird, antworteten 89 Prozent der Befragten, dass sie das sehr wichtig (50 Prozent) bzw. wichtig (39 Prozent) fänden. Insbesondere Arbeiter (58 Prozent), Befragte in kleineren Gemeinden unter 5.000 Einwohnern (57 Prozent), mit Hauptschulabschluss (56 Prozent) sowie Frauen (54 Prozent) und ältere Menschen ab 70 Jahre (54 Prozent) fänden das sehr wichtig.

Einheitliche Telefonnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst

92 Prozent der Befragten finden es sehr wichtig (65 Prozent) bzw. wichtig (27 Prozent), dass man den ärztlichen Bereitschaftsdienst über eine einheitliche Telefonnummer erreichen kann. Hier sind es eher Rentner (76 Prozent), Arbeiter (72 Prozent) und generell Männer (67 Prozent), die das sehr wichtig finden.

Medizinische Beratung am Telefon

66 Prozent der Befragten fänden es sinnvoll, wenn man unter dieser Nummer auch gleich eine erste medizinische Beratung erhalten könnte. Hier sind es vor allem Arbeiter (76 Prozent), Befragte in kleineren Gemeinden unter 5.000 Einwohnern (71 Prozent) und Selbständige (70 Prozent) die das sinnvoll fänden.

 

Den ausführlichen Bericht können Sie auf der Internetseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) herunterladen: http://www.kbv.de/html/28435.php