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null Auszahlung der Pauschalen

Allgemein

Die Praxen müssen die Kosten für die Anschaffung der Geräte und Dienste sowie für die Installation zunächst selbst tragen, erhalten jedoch nachträglich Erstattungspauschalen für die Erstausstattung, den Installationsaufwand, sowie für die quartalsweisen Betriebskosten. Manche Erstattungen werden automatisch ausgezahlt, für andere ist ein separater Antrag notwendig:
Übersicht TI-Finanzierung

Automatische Erstattungen

Die Auszahlung der Erstausstattungspauschalen erfolgt automatisch durch die KV Saarland, es ist keine Beantragung notwendig. Führt eine Praxis das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) durch, wird ein Nachweis darüber im Praxisverwaltungssystem gespeichert und mit der Quartalsabrechnung an die KV Saarland übermittelt. Die KV Saarland prüft in jeder Abrechnung, ob und wann eine Praxis zum ersten Mal das VSDM durchgeführt hat. Die Auszahlung der Pauschalen erfolgt dann circa 6 Wochen nach Quartalsende.

Die Auszahlung der Betriebskosten werden ebenfalls automatisch ab dem Quartal der erstmaligen Nutzung der TI - erster VSDM / Erstattung der Erstausstattungspauschale - quartalsweise mit dem Honorarbescheid- ausgezahlt und sind auf dem Kontoauszug aufgeführt. Es ist wiederum kein Antrag notwendig, auch hier werden die VSDM Nachweise aus der Quartalsabrechnung zugrunde gelegt.
Die Berechnung der Betriebskostenpauschalen im ersten Quartal der Nutzung wird wie folgt durchgeführt:

  • Führt ein Vertragsarzt innerhalb des ersten Monats eines Quartals erstmalig das VSDM durch, erhält er die volle Betriebskostenpauschale.
  • Führt ein Vertragsarzt innerhalb des zweiten Monats eines Quartals erstmalig das VSDM durch, erhält er eine um ein Drittel gekürzte Betriebskostenpauschale.
  • Führt ein Vertragsarzt innerhalb des dritten Monats eines Quartals erstmalig das VSDM durch, erhält er eine um zwei Drittel gekürzte Betriebskostenpauschale.

 

Kostenerstattung auf Antrag

Um Anwendungen, wie Notfalldatenmanagement (NFDM) und elektronischen Medikationsplan (eMP) durchführen zu können ist es notwendig, dass Ihr Konnektor, wie auch Ihre PVS aktualisiert werden. Damit wir Ihnen die Kosten zur Vorhaltung und Anwendung der Komponenten NFDM, eMP und des Anschlusses an den sicheren Kommunikationsdienst im Medizinwesen (KIM) gemäß der aktuell gültigen Finanzierungsvereinbarung erstatten können, brauchen wir von Ihnen eine Bestätigung der jeweiligen Installation.
Die dazugehörigen Formulare finden Sie in den Anlagen am Ende der Seite und hier:

Zusätzlich benötigen Sie einen eHBA (elektronischer Heilberufsausweis) mindestens der Generation 2.0 für die qualifizierte elektronische Signatur des NFDM. Ärzte und Psychotherapeuten beantragen den eHBA bei einem von Ihrer Landesärztekammer beziehungsweise Psychotherapeutenkammer zugelassenen Anbieter.

 

Folgende Kosten werden mit Eingang der Formulare von uns erstattet:

   

· NFDM/eMP Updates Konnektor und PVS: 530 Euro

· Zusätzliches Kartenterminal NFDM/eMP: 595 Euro je Kartenterminal
(Anspruch: ein zusätzliches Terminal je angefangene 625 Betriebsstättenfälle

Für die Ermittlung der stationären Kartenterminals ist die jeweilige durchschnittliche Anzahl der Betriebsstättenfälle mit persönlichem Arzt-Patienten-Kontakt der Quartale 2016-3 bis 2017-2 maßgeblich. Für Vertragsarztpraxen, die nach dem 31. März 2015 zugelassen wurden, gilt mindestens der Fachgruppendurchschnitt der vorgenannten Quartale)   

· Zuschlag Betriebskosten: 4,50 Euro je Quartal
 

· KIM/eArztbrief Einrichtungspauschale, einmalig je Vertragsarztpraxis: 100 Euro

· KIM Betriebskostenpauschale je Vertragsarztpraxis, quartalsweise: 23,40 Euro

 

Erst mit der bestätigten Installation der jeweiligen Anwendungen (NFDM und eMP) können die möglichen GOP´s (01640/01641/01642) vergütet werden.

 

Zusätzlicher Erstattungsanspruch auf mobile Kartenterminals

Ab dem Quartal an dem die Vertragsarztpraxis an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen wurde werden die Kosten durch Zahlung einer einmaligen Erstausstattungspauschale - welche mobile Kartenterminals beinhalten -  sowie der quartalsweisen Betriebskostenpauschale gemäß der TI-Finanzierungsvereinbarung erstattet.

Sollte sich nach dem TI-Anschlussquartal eine Änderung in der Vertragsarztpraxis ergeben und hieraus ein zusätzlicher Anspruch auf Erstattung eines/von mobilen Kartenterminals entstehen, kann dieser entsprechend geltend gemacht werden.

Ein Anspruch auf Erstattung eines mobilen Kartenterminals entsteht:

a) je Vertragsarzt mit einem Tätigkeitsumfang von mindestens 0,5 gemäß Zulassungs- und Genehmigungsbescheid, der im Vorquartal und/oder im aktuellen Quartal nachweislich mindestens drei Besuche nach den Gebührenordnungspositionen 01410, 01411, 01412, 01413, 01415, 01418, 01721 und 05230 des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes durchgeführt und abgerechnet hat oder den Abschluss eines Kooperationsvertrages gemäß § 119b Absatz 1 SGB V, welcher den Anforderungen der Vereinbarung nach § 119b Absatz 2 SGB V zur Förderung der kooperativen und koordinierten ärztlichen und pflegerischen Versorgung in stationären Pflegeheimen (Anlage 27 zum Bundesmantelvertrag-Ärzte) entspricht, nachweist

und

b) je ausgelagerter Praxisstätte, die bei der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung angezeigt ist.

 

Sollte sich also in Ihrer Vertragsarztpraxis eine Änderung abzeichnen aus der sich ein zusätzlicher Erstattungsanspruch ergeben könnte, bitten wir Sie uns dies schriftlich mitzuteilen.
Das dazugehörige Formular finden Sie in den Anlagen am Ende der Seite oder hier:
Antrag_Zusätzlicher Erstattungsanspruch im Rahmen der TI

 

Kein VSDM-Abgleich möglich

Für Ärzte von Fachgruppen, die keinen Versichertenstammdaten-Abgleich durchführen können, ist für die Erstattung ein Antrag erforderlich, da der TI-Anschluss nicht anhand der eingereichten Abrechnungsdaten festgestellt werden kann.
Das dazugehörige Formular finden Sie in den Anlagen am Ende der Seite oder hier:

Nachweis TI-Anschluss ohne Arzt-Patienten-Kontakt