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null Transurethrale Therapie mit Botulinumtoxin

Seit 2013 ist das Botulinumtoxin-A enthaltende Arzneimittel Botox® für folgende Indikationsbereiche zugelassen:

  • Idiopathische überaktive Blase mit den Symptomen Harninkontinenz, imperativer Harndrang und Pollakisurie bei erwachsenen Patienten, die auf Anticholinergika nur unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben

und

  • Harninkontinenz bei Erwachsenen mit neurogener Detrusorhyperaktivität bei neurogener Blase infolge einer stabilen subzervikalen Rückenmarksverletzung oder Multipler Sklerose.

Zum 1. Januar 2018 wurden die u. g. GOP in das gynäkologische und urologische Kapitel aufgenommen und eine Sachkostenpauschale in den Abschnitt 40.5 eingeführt.

Abschnitt 8.3 EBM

  • GOP 08312 EBM:   Zuschlag zu der GOP 08311 für die transurethrale Therapie mit  Botulinumtoxin
  • GOP 08313 EBM:   Zuschlag zu der GOP 08312 für die Beobachtung eines Patienten im Anschluss an die transurethrale Therapie mit Botulinumtoxin

Abschnitt 26.3 EBM

  • GOP 26316 EBM:   Zuschlag zu den GOP 26310 und 26311 für die transurethrale Therapie mit Botulinumtoxin
  • GOP 26317 EBM:   Zuschlag zu der GOP 26316 für die Beobachtung eines Patienten im Anschluss an die transurethrale Therapie mit Botulinumtoxin

Abschnitt 40.5 EBM

  • GOP 40161 EBM:   Kostenpauschale bei Durchführung einer transurethralen Therapie mit Botulinumtoxin entsprechend den Gebührenordnungspositionen 08312 und 26316 für den/die beim Eingriff eingesetzte(n) zystoskopische Injektionsnadel(n), -kanüle(n) oder -katheter

Die Berechnung der jeweiligen GOP setzt eine Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland voraus. Diese wird erteilt, wenn jährlich gegenüber der KV Saarland die Teilnahme an den von der jeweiligen Landesärztekammer anerkannten Fortbildungen zur Therapie von Blasenfunktionsstörungen im Umfang von insgesamt mindestens 8 CME-Punkten nachgewiesen wird.

Grundlage:

Einheitlicher Bewertungsmaßstab (EBM)

Befristete Sonderregelung zur transurethralen Therapie mit Botulinumtoxin: Nachweis der CME-Punkte

Die Durchführung und Abrechnung der transurethralen Therapie mit Botulinumtoxin gemäß den GOP 08312 und 26316 erfordert eine Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung. Diese wird erteilt, wenn jährlich 8 CME-Punkte durch Fortbildungen, die von der jeweiligen Landesärztekammer anerkannt sind, nachgewiesen werden.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurden und werden Kongresse und Fortbildungen abgesagt oder verschoben. Daher ist das Erreichen der geforderten CME-Punkte aktuell erschwert. Der BA hat nun eine Ergänzung der ersten Anmerkung zur GOP 08312 und 26316 beschlossen (Beschlussteil D).

Befristet vom 1. Oktober 2020 bis zum 31. März 2021 wird die Genehmigung auch dann erteilt, wenn die Teilnahme an von der jeweiligen Landesärztekammer anerkannten Fortbildungen zur Therapie von Blasenfunktionsstörungen im Umfang von insgesamt mindestens 4 CME-Punkten für das zurückliegende Jahr nachgewiesen wird.

Der BA prüft bis zum 1. März 2021, ob eine Anpassung der Regelungen erforderlich ist.

Anlagen