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null Intravitreale Medikamenteneingabe

Die intravitreale Medikamenteneingabe – kurz IVM – wurde zum 1 Oktober 2014 in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) aufgenommen.

Bei der intravitrealen operativen Medikamenteneingabe fungiert der Glaskörperraum des Auges als Medikamentenreservoir. Die eingegebenen Medikamente können das Wachstum der undichten Blutgefäße verhindern und verringern die Flüssigkeitsansammlung in und unter der Netzhaut. Das jeweilige Medikament gibt über mehrere Wochen ständig etwas von dem eingesetzten Wirkstoff an die Netz- und Aderhaut ab. Somit werden Netzhauterkrankungen – und besonders Makulaerkrankungen – direkt therapiert.

Ärzte, die das Verfahren anwenden, benötigen eine Genehmigung der KV Saarland. Welche Anforderungen Sie erfüllen müssen, regelt eine neue Qualitätssicherungsvereinbarung (QS-Vereinbarung IVM). Die IVM kann bei Augenerkrankungen, zum Beispiel der feuchten altersbedingten Makuladegeneration, angewendet werden. Näheres zur neuen QS-Vereinbarung, zur Abrechnung und den Dokumentationspflichten entnehmen Sie bitte der beiliegenden Praxisinformation bzw. QS-Vereinbarung.

 

Grundlage:     

Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach § 135 Abs. 2 SGB V zur intravitrealen Medikamenteneingabe

 

Inkrafttreten:  

1. Oktober 2014

 

Geänderte Qualitätssicherungsvereinbarung zum 01.04.2017:

Die Bestimmungen in § 1 „Ziel und Inhalt“ wurden angepasst. Nun dürfen Leistungen der intra­vitrealen Medikamenteneingabe generell bei Vorliegen einer chorioidalen Neovas­ku­la­ri­sation (CNV) durchgeführt werden. Der bisherige Zusatz im vierten Aufzählungspunkt „aufgrund einer pathologischen Myopie (PM)“ wurde gestrichen.

Zudem wurde der Zeitraum für die Überprüfung der ärztlichen Dokumentation nach § 6 Ab-satz 2 um weitere zweieinhalb Jahre verlängert. Die Prüfungen sind nun auf den Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2019 befristet.

Die Partner des Bundesmantelvertrages werden bis spätestens 30. Juni 2019 Beratungen über eine mögliche Fortführung der Dokumentationsprüfungen ab 1. Januar 2020 aufneh-men. Abhängig von den Prüfergebnissen wird vereinbart, ob und gegebenenfalls in welcher Form die Dokumentationsprüfungen ab 1. Januar 2020 weitergeführt werden.

 

Grundsätzliche Einschränkungen:

Die Durchführung und Abrechnung der beantragten genehmigungspflichtigen Leistung(en) ist erst nach Erteilung der Genehmigung rechtens. Die Genehmigung kann grundsätzlich nicht rückwirkend erteilt werden.