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Nichtärztliche Praxisassistenten (NäPA)

Nichtärztliche Praxisassistenten (NäPA) unterstützen Praxen bei der Betreuung der Patienten. Sie führen Hausbesuche sowie Besuche in Alten- und Pflegeheimen durch. Der Arzt überwacht die Tätigkeit des Assistenten und ist jederzeit für ihn erreichbar. Nach einem Hausbesuch informiert der Assistent den Arzt spätestens am nächsten Werktag über die erhobenen Befunde und durchgeführten Maßnahmen.

Praxismitarbeiter, die diese Aufgabe übernehmen wollen, benötigen eine Fortbildung. Inhalte und Umfang der Ausbildung sind in der Delegations-Vereinbarung (§ 7 Anlage 8 BMV-Ä) geregelt.

Die Bundesärztekammer hat ein entsprechendes Fortbildungscurriculum für Medizinische Fachangestellte und Angehörige anderer Gesundheitsberufe entwickelt. Praxismitarbeiter, die bereits eine Ausbildung zur VERAH, MoPra und MoNi absolviert haben, müssen zur Erfüllung der Anforderungen der Delegations-Vereinbarung ergänzende Ausbildungsstunden oder -module belegen.

Hausärzte, die einen qualifizierten nichtärztlichen Praxisassistenten beschäftigen, benötigen die Genehmigung, um die GOP aus dem Hausarzt-Kapitel 3 (GOP 03060 bis 03065 EBM) und dem fachgruppenübergreifenden Kapitel 38 (GOP 38200 und 38205 EBM) abrechnen zu können.

Fachärzte, die einen qualifizierten nichtärztlichen Praxisassistenten beschäftigen, benötigen die Genehmigung, um die GOP aus dem Kapitel 38 (GOP 38200 und 38205 EBM) abrechnen zu können.


Befristete Sonderregelung für nichtärztliche Praxisassistenten (NäPA) in Ausbildung

Die Partner des Bundesmantelvertrags-Ärzte (BMV-Ä) haben sich aufgrund der Corona-Pandemie auf eine befristete Sonderregelung für nichtärztliche Praxisassistenten (NäPA) in Ausbildung verständigt. Die Sonderregelung gilt rückwirkend ab dem 01.07.2020 und ist bis zum 31.12.2020 befristet. Entsprechend wurden Änderungen in der Delegations-Vereinbarung (Anlage 8 BMV-Ä) vorgenommen.

Coronabedingt wurden die Fortbildungsveranstaltungen für die in Ausbildung befindlichen NäPA zum Teil vollständig ausgesetzt oder erfolgten nur eingeschränkt. Aus diesem Grund konnten die betroffenen Praxisassistenten ihre Fortbildung bisher nicht abschließen. Um die delegationsfähigen Leistungen für NäPA (EBM-Gebührenordnungspositionen 03060 bis 03065 und 38200, 38202, 38205 und 38207) berechnen zu können, ist jedoch eine Genehmigung der KV erforderlich, die bisher nur bei abgeschlossener NäPA-Fortbildung erteilt werden kann.

Die nun getroffene Sonderregelung ermöglicht es den KVen, die Genehmigung für die NäPA auch zu erteilen, wenn nachgewiesen wird, dass mit der NäPA-Fortbildung bereits begonnen wurde und der voraussichtliche Abschluss der Fortbildung bis zum 31.12.2020 erfolgt.

Sofern Sie eine/n Mitarbeiter/in beschäftigen, welche/r die o. g. Voraussetzung erfüllt, bitten wir Sie, uns die entsprechenden Anträge ausgefüllt und mit dem geforderten Nachweis zukommen zu lassen. Die Anträge können Sie unter den Anlagen herunterladen.

Die Sonderreglung wurde nun um 1 Quartal bis zum 31.März 2021 verlängert