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Qualitätssicherung DMP

DMP

Disease-Management-Programme (DMP)

Disease-Management-Programme (DMP) sind strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch kranke Menschen, die vom Bundesversicherungsamt zuzulassen sind.

Durch die Behandlungsprogramme soll eine indikationsabhängige systematische Koordination zwischen den an der Behandlung beteiligten Ärzten und eine dem aktuellen Stand der medizinischen Versorgung entsprechende Versorgung gewährleistet werden. Insbesondere sollen durch die chronische Krankheit bedingte Folgeschäden und Komplikationen bei den betroffenen Versicherten reduziert werden.

Die Anforderungen werden vom Gemeinsamen Bundesausschuss als Richtlinie erlassen. Die bundesweiten Vorgaben wurden regional in den Verträgen mit den Krankenkassen (AOK, Knappschaft, IKK, SVLFG und Ersatzkassen sowie BKK Landesverband Mitte) umgesetzt.

Aktuell gibt es im Saarland für die Erkrankungen Asthma bronchiale, Brustkrebs, chronische obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Diabetes mellitus Typ 1, Diabetes mellitus Typ 2 und Koronare Herzkrankheit (KHK) Disease-Management-Programme.

Vertragsärzte, die an den DMP-Verträgen teilnehmen möchten, müssen die Strukturqualität gemäß den Anlagen der DMP-Verträge erfüllen. Teilnahmeberechtigte Vertragsärzte, die Patientenschulungen anbieten, müssen die Strukturqualität des Schulungsarztes gemäß den DMP-Verträgen nachweisen. Die DMP-Verträge finden Sie unter weiterführende Informationen.


Ausnahmeregelung für Schulungen und Dokumentationen wegen der COVID-19-Pandemie

Aufgrund der COVID-19-Pandemie hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bereits am 27. März und am 6. August 2020 eine Ausnahmeregelung in der DMP-Anforderungen-Richtlinie beschlossen, mit der die DMP-Dokumentationspflicht und die Verpflichtung der Versicherten zur Teilnahme an empfohlenen DMP-Schulungen für das Jahr 2020 ausgesetzt wurden. Flankierend hierzu hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) diese Ausnahmeregelung in die Risikostruktur-Ausgleichsverordnung (RSAV) aufgenommen (25. Verordnung zur Änderung der RSAV).

Infolge der weiterhin andauernden Pandemie hat der G-BA am 17. Dezember 2020 eine zeitlich flexible Regelung beschlossen: Die Ausnahmeregelung für DMP-Dokumentationen und Schulungen gilt nun für die Dauer der durch den Deutschen Bundestag festgestellten epidemischen Lage von nationaler Tragweite nach § 5 Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes. Während dieses Zeitraums erfolgt keine Ausschreibung aus den DMP wegen fehlender Dokumentationen oder nicht wahrgenommener Schulungen. Für DMP-Dokumentationen gilt dies bis zum letzten Tag des Quartals, in dem die Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite endet.

DMP-Dokumentationen und Schulungen können und sollten weiterhin von den Praxen erbracht werden. Wird das Risiko einer persönlichen Konsultation aber als zu hoch eingeschätzt, werden die Versicherten bei fehlenden Dokumentationen beziehungsweise Schulungsteilnahmen nicht aus den DMP ausgeschrieben. Die DMP-Vergütung erfolgt allerdings nur bei fristgerechter Dokumentation beziehungsweise durchgeführter Schulung.


Weitere Informationen:

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