Praxis-Newsletter 2/2017

Praxis-Newsletter 2/2017

 

Service

  • "Mein PraxisCheck" Patientensicherheit

Mit dem neuen Online-Test „Mein PraxisCheck Patientensicherheit“ der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) können Ärzte und Psychotherapeuten ihren Umgang im Praxisalltag mit dem Thema Patientensicherheit überprüfen. Patienten vor Schaden zu schützen, ist ein Hauptziel des Qualitätsmanagements in Praxen. Daneben geht es darum, haftungsrechtlichen Konsequenzen vorzubeugen.

 

Logo "Mein Praxischeck" - Patientensicherheit

Mit dem Online-Test auf www.kbv.de/praxischeck können Praxen mit wenigen Klicks herausfinden, wie es bei ihrer täglichen Arbeit um Gefahrenquellen und Risiken für Patienten steht. Die Themen reichen von sicheren Behandlungsabläufen und Arbeitsbedingungen bis zum Verhalten im Schadensfall. Konkret geht es beispielsweise um Aspekte wie Praxisausstattung, Gerätesicherheit, Hygiene, Infektions- und Strahlenschutz sowie Regeln zur Kommunikation und Informationsweitergabe. Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

  • Bevölkerungsumfrage zur medizinischen Versorgung

Im Zeitraum vom 28. März bis zum 3. April 2017 wurden insgesamt 1.027 zufällig ausgewählte erwachsene Deutsche zu ihren gesundheitspolitischen Einstellungen und Haltungen befragt. Die KBV hatte dafür die Forschungsgruppe Wahlen beauftragt. Gefragt wurde zum Beispiel, ob Patienten am liebsten zuhause behandelt würden, wenn sie im Alter schwer krank wären - wenn es medizinische möglich wäre, oder wie wichtig es Patienten fänden, wenn das Entlassmanagement patientenfreundlicher gestaltet würde. Details sowie die statistische Auswertung können Sie auf der Internetseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung nachlesen: http://www.kbv.de/html/28435.php

 

  • Seminarangebot 2017 - nächste Seminare

Bei der Bewältigung der täglichen Arbeiten und Herausforderungen in Ihrem Praxisalltag möchten wir Ihnen gerne auch im Jahr 2017 weiterhelfen. Die nächsten Seminare sind:

Terminkalender mit Eintrag "Fortbildung"

Unser vollständiges Seminarangebot finden Sie unter: https://www.kvsaarland.de/seminarangebot

 

Terminkalender

Nächste Schwerpunktthemen beim "SZ-Telefon-Doktor"

04.05.2017: "Dicke Füße/ Schwere Beine"

18.05.2017: "Erektile Dysfunktion"

01.06.2017: "Trockene Haut/ Juckreiz"

08.06.2017: Schwerpunktthema Kinder- und Jugendmedizin

Der SZ-Telefondoktor ist ein Service der Saarbrücker Zeitung und der saarländischen niedergelassenen Ärzte. Der Telefondoktor hat jeden Donnerstag zwischen 18.00 und 20.00 Uhr unter 0681-502-2620 bzw. 0681-502-2623 "Sprechstunde". Der Service ist für die Anrufer kostenlos. Seit Januar 2017 gibt es monatlich zwei Schwerpunktthemen, am jeweils ersten und dritten Donnerstag im Monat. Das Schwerpunktthema wird jeweils in der SZ mit einem Sonderartikel angekündigt.

 

 

Aus dem aktuellen Rundschreiben

  • Senkung der BDP-Umlage auf 420 Euro

Im Jahr 2015 wurde der Bereitschaftsdienst neu organisiert. Diese strukturelle Veränderung zeigte sich in der Neugliederung der bisherigen Notfalldienstringe in 13 neue Bereitschaftsdienstringe. Die BDP-Umlage betrug seit dieser Umstrukturierung 500 € pro Quartal. Die Bereitschaftsdienstpraxen haben in den Jahren 2015 und 2016 einen Überschuss erwirtschaftet. Resultierend aus dieser sparsamen Wirtschaftsführung und einem sorgsamen Umgang mit den Geldern unserer Mitglieder können wir rückwirkend zum 01.01.2017 die BDP-Umlage von den bisher 500 € auf 420 €/ Quartal reduzieren. Das entspricht einer Senkung um 16%.Wir freuen uns, dass es uns gemeinsam gelungen ist, diese positive Bilanz erzielen zu können. Wir werden auch in Zukunft daran arbeiten, Organisation und Finanzierung noch weiter zu optimieren. Wir bedanken uns bei allen Obleuten, die die KV auf diesem Wege unterstützt haben.

 

  • Verhandlungen zur vertragsärztlichen Vergütung im Jahr 2017 im Saarland sind abgeschlossen

Zwischen den Krankenkassen im Saarland und der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland konnten die Vergütungsverhandlungen 2017 in einem abschließenden Gespräch am 30.03.2017 einvernehmlich abgeschlossen werden. Die Ergebnisse können Sie im aktuellen Rundschreiben nachlesen: KVS-Aktuell 3/2017

 

  • Verordnung von Antihistaminika

Viele Tabletten auf einem Löffel

Nach dem Willen des Gesetzgebers sind die anfallenden Kosten für die Verordnung eines apothekenpflichtigen Antihistaminikums – wenn nicht durch zugelassene Ausnahmen der Arzneimittelrichtlinien (AMR) Anlage I (OTC-Übersicht) ausgenommen – für Kinder ab 12 (mit Entwicklungsstörungen ab 18) und Erwachsenen von dem Patienten selbst zu tragen.

In folgenden Ausnahmeindikationen nach der AMR ist die Verordnung – auch der nachgenannten apothekenpflichtigen Antihistaminika – zu Kassenlasten möglich:

  • nur in Notfallsets zur Behandlung bei Bienen-, Wespen-, Hornissengift-Allergien,
  • nur zur Behandlung schwerer, rezidivierender Urticarien,
  • nur bei schwerwiegendem, anhaltendem Pruritus,
  • nur zur Behandlung bei schwerwiegender allergischer Rhinitis, bei der eine topische nasale Behandlung mit Glukokortikoiden nicht ausreichend ist.

Den vollständigen Artikel können Sie nachlesen im KVS-Aktuell 3/2017

 

  • Qualitätsmanagement: QEP-Manual für Psychotherapeuten erschienen

QEP-Logo

Für QEP gibt es jetzt erstmals ein Manual, das speziell an die Abläufe psychotherapeutischer Praxen angepasst ist. Es hilft psychologischen und ärztlichen Psychotherapeuten, die ihre Praxis häufig ohne Mitarbeiter führen, unkompliziert beim Aufbau und der Weiterentwicklung eines internen Qualitätsmanagements und bietet praktische Tipps zur Umsetzung, Checklisten zur Selbstbewertung, Praxisbeispiele sowie Mustervorlagen auf CD-ROM. Das QEP-Manual für Psychotherapeuten kann beim Deutschen Ärzteverlag bestellt werden.

Detaillierte Informationen finden Sie auf der Internetseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung: QEP-Manual für Psychotherapeuten

 

 

Veranstaltungen

  • Ringvorlesung Sterbehilfe des Department Gup an der htw saar - noch vier Termine im Mai/ Juni

Das Department Gesundheit und Pflege der Fakultät für Sozialwissenschaften an der htw saar veranstaltet im Sommersemester 2017 eine Ringvorlesung mit insgesamt 5 Terminen zum Thema Selbstbestimmung am Lebensende –Patientenrechte. Aufgrund der Aktualität und der anhaltenden kontrovers geführten Diskus­sion der Sterbehilfethematik sowie der damit verbundenen Frage der Wirk­samkeit von Patientenverfügungen, die Ausdruck grundsätzlich garantierter Patientenrechte sind, haben Prof. Roßbruch und Prof. Dr. Martha Meyer sich dazu entschlossen, eine öffentliche Ringvorlesung zu dieser Thematik anzubieten. Die htw lädt herzlich zur Ringvorlesung ein.

Vier Termine finden noch statt:

  • Mittwoch, 10.05.2017: „Das Geschäft mit dem Lebensende – Patient ohne Verfügung?“ - Dr. med. Matthias Thöns, Palliativmediziner
  • Mittwoch, 24.05.2017: „Sterbehilfe – eine ethische Perspektive“ - Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Birnbacher, Philosoph und Medizinethiker
  • Mittwoch, 07.06.2017: „Sterbehilfe, Suizid und Strafrecht“ - Prof. Dr. Thomas Fischer, Vors. Richter des 2. Strafsenats des BGH
  • Mittwoch, 21.06.2017: „Praxis des assistierten Suizids in der Schweiz”, Dr. med. Gerhard Köble, ärztlicher Freitodbegleiter in der Schweiz

 

Weitere Details finden Sie unter: Ringvorlesung Sterbehilfe des Department Gup an der htw saar

 

 

Fotos: Mein PraxisCheck und QEP-Logo: Kassenärztliche Bundesvereinigung; Tabletten auf Löffel: Gina Sanders/fotolia.com; Kalender mit Eintrag "Fortbildung": Zerbor/fotolia.com