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null Anpassung des Wiedereingliederungsplans – Muster 20 – Achtung Stichtag 1.Januar 2019

Die Partner des Bundesmantelvertrages haben sich darauf verständigt, das Formular für die ärztliche Bescheinigung einer stufenweisen Wiedereingliederung (Muster 20) anzupassen. Es wird zum Stichtag 1. Januar 2019 geändert. Damit verbunden ist eine Entlastung für die verordnenden Ärzte, denn die Deutsche Rentenversicherung wird künftig darauf verzichten, weitere Begründungen für die Einleitung einer stufenweisen Wiedereingliederung anzufordern.

Zum Hintergrund: Sowohl die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) als auch die Deutsche Rentenversicherung (DRV) können Träger einer stufenweisen Wiedereingliederung sein. In der Vergangenheit bestanden zwischen GKV und DRV unterschiedliche Anforderungen an die ärztliche Bescheinigung. Kam die DRV als Trägerin einer stufenweisen Wiedereingliederung in Betracht, hat häufig die ärztliche Einschätzung auf Muster 20 nicht ausgereicht und beim behandelnden Arzt wurden weitere Begründungen angefordert.

Entlastung der verordnenden Ärzte

Mit der Anpassung des GKV-Formulars werden die formalen Voraussetzungen geschaffen, damit das Muster 20 auch von der DRV als Antrag auf eine stufenweise Wiedereingliederung akzeptiert wird. Damit entfallen die bisher üblichen Nachfragen der DRV an die verordnenden Vertragsärzte.

Änderungen auf Muster 20

Zukünftig ist auf dem Muster 20 klargestellt, dass die Beurteilung des Arztes „nach aktueller Betrachtung“ erfolgt. Die DRV verzichtet dafür auf die Anforderung weiterer Begründungen für die Einleitung einer stufenweisen Wiedereingliederung. Diese wurden bisher immer dann angefordert, wenn die Einschätzung des verordnenden Arztes von der ersten Einschätzung des Arztes der Rehabilitationseinrichtung abwich.

Ferner müssen verordnende Ärzte künftig keine zusätzliche Einschätzung bezüglich des Zeitpunktes der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit mehr angeben. Denn der auf dem Wiedereingliederungsplan prognostizierte letzte Tag der stufenweisen Wiedereingliederung entspricht in der Regel dem voraussichtlich letzten Tag der Arbeitsunfähigkeit. Darauf haben sich der GKV-Spitzenverband und die KBV sowie die DRV verständigt.

Stichtag 1. Januar 2019 beachten

Wichtig ist, dass diese Änderung mit einer Stichtagsregelung verbunden ist: Das neugestaltete Muster 20 wird zum 1. Januar 2019 eingeführt. Das heißt, ab dann dürfen die alten Formulare nicht mehr benutzt werden. Wir bitten Sie, Ihre Mitglieder darüber zu informieren. Das neue Formular 20 wird den Herstellern von Praxisverwaltungssystemen rechtzeitig zur Verfügung gestellt.

 

Stand: November 2018, Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung

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