Elektronische Gesundheitskarte (eGK)

Elektronische Gesundheitskarte (eGK)

 

Mit der Gesundheitsreform 2004 hat der Gesetzgeber die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und damit die Ablösung der alten Krankenversichertenkarte beschlossen. Seit 2015 ist nur noch die eGK gültig. Auf der Karte gespeichert sind Daten des Versicherten wie Name, Geburtsdatum, Adresse, Versichertennummer und Versichertenstatus. Zudem ist bis auf einzelne Ausnahmen, ein Foto abgebildet. Die Europäische Krankenversicherungskarte EHIC befindet sich auf der Rückseite jeder eGK.

Muster der elektronischen Gesundheitskarte (Bild: Gematik)

Weitere Funktionen wie der Austausch von Patientendaten sollen mit Beginn des Online-Rollouts freigeschaltet werden.

 

Welche eGK-Kartentypen sind aktuell gültig?

Ab dem 01.10.2017  können nur noch Karten der Typen  eGK1 plus und eGK2 in den Praxen eingelesen werden, die eGK1 ist nicht mehr gültig. Da sich die ungültigen G1-Karten optisch nicht von den weiterhin gültigen G1plus-Karten unterscheiden, sollte in den Praxen deshalb wie gewohnt jede eGK einlesen werden. Kann eine Karte nicht eingelesen werden, wird wie bisher das Ersatzverfahren angewandt. Im 2. Quartal 2017 hatten die Karten des Typs eGK1 im Saarland einen Prozentsatz von 0,48%.

Der Start der Telematikinfrastruktur bringt neben der Anbindung an das TI-Netz im ersten Schritt erst Mal nur eine konkrete Anwendung – das Versichertenstammdatenmanagement. Dabei werden in der Arztpraxis die Versichertendaten auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) überprüft und bei Bedarf aktualisiert. Dies kann jedoch nur bei Gesundheitskarten des Typs eGK2 durchgeführt werden. Die eGK1plus Karten können zwar weiterhin eingelesen werden, jedoch ist die Durchführung des Versichertenstamm-datenabgleichs damit nicht möglich.


Weitere Informationen zur Telematik Infrastruktur haben wir für Sie hier zusammengefasst:
https://www.kvsaarland.de/telematik-infrastruktur

 

Weitere Informationen  zur eGK finden sich im Internet auf vielen unterschiedlichen Seiten, hier stellvertretend die Informationen der KBV zum Thema eGK:

http://www.kbv.de/html/egk.php

 

(Stand: 26.10.2017)

 

Weitere Informationen:

Updateseiten der Kartenterminalhersteller

Sollte es zu Problemen mit der elektronischen Gesundheitskarte der Generation 2 kommen oder Sie Nachfragen zum Thema haben, können Sie sich auch gerne auf der Gematik-Internetseite kundig machen - hier der entsprechende Link zur Gematikseite http://www.gematik.de/cms/de/zulassung/updates/updates_1.jsp

(Stand: 29.07.2016)

 

Erste eGKs der Generation 2 zugelassen

Wir wurden von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung informiert, dass aktuell von der gematik erste elektronische Gesundheitskarten der Generation 2 zugelassen wurden und somit in den kommenden Wochen bzw. Monaten erste Versicherte mit diesen neuen Karten in den Praxen vorstellig werden. Es kann in Einzelfällen hier zu Problemen bei stationären bzw. mobilen Kartenterminals kommen. Sollte dies der Fall sein, müsste das  Ersatzverfahren in Anwendung kommen.

(Stand: 28.07.2016)

 

Nicht alle Kartenterminals können die neue eGK einlesen

Der Austausch der Lesegeräte „gemalto GCR 5500-D“ wird finanziell unter­stützt. Die ca. 5.000 deutschlandweit eingesetzten Kartenterminals können die neue Generation der elektronischen Gesundheitskarte nicht einwandfrei lesen. Betroffene Praxen und andere Einrichtungen können ab 1. Juni 2016 für kurze Zeit eine Pauschale beantragen, um ein Ersatzgerät zu finanzieren. Die Anschaffung eines multifunktionalen Kartenterminals (MKT+) wird über eine Pauschale in Höhe von 58,89 € gefördert. Diese Geräte können Sie bis zum Start der Telematikinfrastruktur verwenden. Danach benötigen Sie ein onlinefähiges Kartenterminal.

Bitte prüfen Sie, ob Ihrer Einrichtung eine Pauschale zusteht: Die Kassen übernehmen die Pauschale für ein Kontingent von maximal 5.000 statio­nären Kartenterminals. Anträge auf Auszahlung der Pauschale können längstens bis 31. Juli 2016 bei der gematik eingereicht werden. Ist das Kontingent vorher aufgebraucht, besteht kein Anspruch.

Das Formular sowie Informationen zur Pauschale beantragen finden Sie auf der Internetseite der gematik. Vertragsärzte und -psychotherapeuten geben dort die Seriennummer des von ihnen verwendeten Kartenterminals an und bestätigen damit, dass sie zum Erhalt der Pauschale berechtigt sind. Das ausgefüllte Formular senden Sie anschließend an die gematik.

Weitere Informationen: http://www.kbv.de/html/1150_22617.php

(Stand: 11.07.2016)