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Cholezystektomie (CHE)

Das QS-Verfahren Cholezystektomie (QS CHE) ist am 1. Januar 2019 in den Regelbetrieb gegangen. Die Datenerhebung wurde bis 31.12.2019 noch ausgesetzt. Es ist derzeit eines von drei QS-Verfahren, welche unter der neuen „Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung“ (DeQS-RL)" laufen.

Das Gallensteinleiden (Cholelithiasis) stellt in der erwachsenen Bevölkerung die häufigste Erkrankungsform der Gallenblase und der Gallengänge dar. Gallensteine (Konkremente) kommen bei Frauen häufiger vor als bei Männern. Der Nachweis von Konkrementen in der Gallenblase bzw. den extrahepatischen Gallenwegen erfolgt vor allem durch eine Ultraschalluntersuchung.

Die operative Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie) stellt die typische Behandlung schmerzhafter, also symptomatischer Gallenblasensteine dar. Sie erfolgen entweder minimal-invasiv (laparoskopisch, d.h. Entfernung der Gallenblase mittels Schlüssellochchirurgie) oder offen chirurgisch, indem ein Bauchschnitt angelegt wird (Laparotomie). Die Entfernung der Gallenblase kann auch im Rahmen anderer Operationen von Bauchorganen sinnvoll und notwendig sein (Begleitcholezystektomie).

Bei der operativen Entfernung der Gallenblase können schwerwiegende Komplikationen wie bspw. die Verletzung der Gallengänge und Blutgefäße verursacht werden, die bereits während des stationären Aufenthaltes oder zu einem späteren Zeitpunkt diagnostiziert werden. Die Häufigkeit solcher Ereignisse wird im Rahmen der externen stationären Qualitätssicherung mit dem neuen QS-Verfahren Cholezystektomie nach DeQS-RL erfasst.

Alle belegärztlichen Behandlungsleistungen beziehungsweise Operationen, die von diesen themenspezifischen Bestimmungen betroffen sind, werden in dem jeweiligen Krankenhaus dokumentiert, dem die Leistungen zugeordnet ist. Dementsprechend müssen Belegärzte – wie bisher unter der QSKH-RL – die QS-Software ihres Krankenhauses nutzen. Die belegärztlichen Qualitätsdaten gelten als Bestandteil der Qualitätsdaten des Krankenhauses. Somit erhalten Belegärzte weder einen separaten Rückmeldebericht noch werden ihre Ergebnisse in den Auswertungen für die Krankenhäuser separat ausgewiesen.

Weitere Informationen:

https://www.g-ba.de/richtlinien/105/

https://www.kbv.de/html/sqs.php

https://iqtig.org/qs-verfahren/che/

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