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null Neues Testverfahren iFOBT zur Darmkrebs-Früherkennung zum 1. April 2017

Ab dem 1. April 2017 ersetzt der quantitative immunologische Test zum Nachweis von fäkalem occultem Blut im Stuhl (iFOBT) den derzeit verwendeten Guajak-basierten Test (gFOBT). Für die Abrechnung des Tests ist eine vorherige Genehmigung durch die Kassenärztliche Vereinigung erforderlich.

Die Änderungen im Überblick:

Für Vertragsärzte, die die Früherkennungsuntersuchung auf kolorektales Karzinom durchführen, ändert sich Folgendes:

  • Die GOP 01734 für die Untersuchung auf occultes Blut im Stuhl – die auch die Kosten für die Testbriefchen beinhaltete – wird  gestrichen.
  • Mit der neuen GOP 01737 (57 Punkte) wird die Ausgabe u. Rücknahme des Stuhlprobenentnahmesystems und die damit zusammenhängende Beratung auch nach positivem iFOBT) sowie die Veranlassung einer Untersuchung auf occultes Blut im Stuhl vergütet. Abrechnen können diese Ziffer alle Fachgruppen, die bisher auch die GOP 01734 berechnen konnten (Hausärzte, Chirurgen, Gynäkologen, Hautärzte, Internisten, Urologen). Das Stuhlprobenentnahmesystem beziehen die Ärzte über das Labor. Die Kosten hierfür sind in der Laborleistung enthalten (GOP 01738).
  • In der GOP 01740 (Beratung zur Früherkennung des kolorektalen Karzinoms) wird der obligate Leistungsinhalt „Ausgabe des Merkblattes“ gestrichen, da dieser in der angepassten KFE-Richtlinie ebenfalls entfallen ist.
  • Ein Guajak-basierter Nachweis von occultem Blut im Stuhl (gFOBIT) ist somit ab dem 1. April 2017 im präventiven Bereich nicht mehr zulässig. Im kurativen Bereich kann dieser Test übergangsweise noch bis zum 1. Oktober 2017 durchgeführt und abgerechnet werden.
  • Die GOP 32040 und die Kostenpauschale 40150 für ausgegebene, aber nicht zurückerhaltene Testbriefe werden zum 1. Oktober 2017 gestrichen.

 

Für Laborärzte ändert sich zum 1. April 2017 Folgendes:

  • Mit der neuen GOP 01738 (75 Punkte) ist die automatisierte quantitative immunologische Bestimmung von occultem Blut im Stuhl mit umgehender Befundübermittlung abgebildet. Sie ist einmal im Krankheitsfall berechnungsfähig. Voraussetzung für die Abrechnung ist eine Genehmigung der KV nach der Vereinbarung zu den Laboratoriumsuntersuchungen (gemäß §135 Abs. 2 SGB V). Zusätzlich muss für die Abrechnung der KV nachgewiesen werden, dass die konkretisierten Anforderungen gemäß § 39 ABS. 1 der KFE-RL an das eingesetzte Testverfahren erfüllt werden.
  • Zum 1. April 2017 wird eine neue GOP 32457 zur quantitativen immunologischen Bestimmung von occultem Blut im Stuhl bei kurativer Untersuchungsindikation (Abschnitt 32.3.5) aufgenommen. Hierdurch wird die Untersuchung an den Stand von Wissenschaft und Technik angepasst.
  • Die GOP 32457 und 01738 können im Behandlungsfall nicht nebeneinander berechnet werden.

 

Detailänderungen iFOBT zum 1. April 2018

Mit Wirkung zum 1. April 2017 wurde die immunologische Bestimmung von occultem Blut im Stuhl (iFOBT) gemäß Abschnitt D. III. der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie nach der Gebührenordnungsposition 01738 in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) aufgenommen.

Mit dem nun vorliegenden Beschlussteil B wird die Gebührenordnungsposition 01738 im Anhang 3 EBM ab dem 1. April 2018 als nicht der fachärztlichen Grundversorgung zuzurechnend gekennzeichnet. Damit trägt der Bewertungsausschuss der Tatsache Rechnung, dass laboratoriumsmedizinische Untersuchungen des Abschnitts 32.3 EBM und entsprechende Untersuchungen nicht der fachärztlichen Grundversorgung zugerechnet werden und zum Ausschluss der Berechnungsfähigkeit der Pauschale für die fachärztliche Grundversorgung führen.

 

 

Stand: März 2018

Anlagen