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null Aufnahme der telekonsiliarischen Befundbeurteilung von Röntgenaufnahmen in den EBM

Die Aufnahme der telekonsiliarischen Befundbeurteilung von Röntgenaufnahmen in den EBM – entsprechend des gesetzlichen Auftrags im § 87 Abs. 2a Satz 17-20 – erfolgt zum 01.04.2017.

Die Regelungen zur Vergütung im Detail:

  • Die Voraussetzungen nach Anlage 31a zum Bundesmantelvertrag für Ärzte (Vereinbarung über die Anforderungen an die technischen Verfahren der konsiliarischen Befundbeurteilung von Röntgenaufnahmen in der vertragsärztlichen Versorgung) sind zu erfüllen. Demnach sind die technischen Anforderungen durch eine Erklärung des Kommunikationsdienstes gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung einmalig nachzuweisen.
  • „Telekonsiliarische Befundbeurteilungen („Telekonsile“) können nur bei bestimmten medizinischen Fragestellungen und in Abhängigkeit davon nur von bestimmten Vertragsärzten berechnet werden“. Entsprechende Regelungen wurden in die Präambel 34.8 aufgenommen. Daher sind zur Abrechnung nur Vertragsärzte berechtigt, die auch die Röntgen- und CT-Leistungen abrechnen können, auf die sich der Auftrag zur telekonsiliarischen Befundbeurteilung bezieht.
  • Die Durchführung der telekonsiliarischen Befundbeurteilung innerhalb von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), Apparategemeinschaften und ähnlichen Einrichtungen ist nicht berechnungsfähig. Dies gilt auch für radiologische Befundbeurteilungen, die im Rahmen des Programms zur Früherkennung von Brustkrebs durch Mammographie-Screening durchgeführt werden.

 

Die neuen telekonsiliarischen Gebührenordnungspositionen:

GOP

Kurzlegende

Bewertung

34800

Einholung einer telekonsiliarischen Befundbeurteilung von Röntgen- und/oder CT Aufnahmen im Zusammenhang mit den GOPen 34210 bis 34212, 34220 bis 34222, 34230 bis 34234, 34237, 34238, 34243 bis 34245, 34255, 34270, 34272 und 34275, 34310 bis 34312, 34320 bis 34322, 34330 bis 34344, 34350 und 34351, einschließlich der Kosten für die Übermittlung gemäß Anlage 31a zum BMV-Ä

91 Punkte

 

  • Mit der GOP 34800 wird sowohl die ärztliche Leistung im Zusammenhang mit dem Einholen einer telekonsiliarischen Befundbeurteilung von Röntgen- u. CT-Aufnahmen als auch die beim elektronischen Versand der Röntgen- u. CT-Aufnahmen entstehenden Kosten der Übermittlung gemäß Anlage 31 a zum BMV-Ä vergütet. Darin ist auch der elektronische Heilberufeausweis (eHBA) enthalten, der für die elektronische Signatur benötigt wird.
  • Das Einholen des Telekonsils unterliegt einer Höchstwertregelung. Das Punktzahlvolumen ist je Arztpraxis unterschiedlich und entspricht 3,75 Prozent der Behandlungsfälle, in denen mindestens eine der genannten Röntgen- und CT-Aufnahmen berechnet werden, multipliziert mit der Bewertung der GOP 34800 (91 Punkte)

 

GOP

Kurzlegende

Bewertung

34810

Telekonsiliarische Befundbeurteilung von Röntgenaufnahmen nach den GOPen 34210 bis 34212, 34220 bis 34222, 34230 bis 34234, 34237, 34238, 34243 bis 34245, 34255, 34270, 34272 und 34275, einschließlich der Kosten für die Übermittlung gemäß Anlage 31a zum BMV-Ä

110 Punkte

 

  • Diese GOP vergütet die ärztlichen Leistungen im Zusammenhang mit der telekonsiliarischen Befundung und die beim elektronischen Versand des Konsiliarberichtes entstehenden Kosten der Übermittlung nach Anlage 31a zum BMV-Ä.

 

GOP

Kurzlegende

Bewertung

34820

Telekonsiliarische Befundbeurteilung von CT-Aufnahmen nach den GOPen 34310, 34311, 34320, 34350 und 34351, einschließlich der Kosten für die Übermittlung gemäß Anlage 31a zum BMV-Ä

276 Punkte

 

  • Diese GOP vergütet die ärztlichen Leistungen im Zusammenhang mit der telekonsiliarischen Befundung und die beim elektronischen Versand des Konsiliarberichtes entstehenden Kosten der Übermittlung nach Anlage 31a zum BMV-Ä.

 

GOP

Kurzlegende

Bewertung

34821

Telekonsiliarische Befundbeurteilung von CT-Aufnahmen nach den GOPen 34312, 34321,34322, 34330, 34340 bis 34344, einschließlich der Kosten für die Übermittlung gemäß Anlage 31a zum BMV-Ä

389 Punkte

 

  • Für die Durchführung einer telekonsiliarischen Befundbeurteilung von CT-Aufnahmen nach den GOPen 34310, 34311, 34320, 34350 und 34351 in Verbindung mit einem Zuschlag nach den GOPen 34312, 34343 und 34344 ist ausschließlich die höher bewertete GOP 34821 berechnungsfähig.

 

Die Vergütung der vier neuen GOPen erfolgt extrabudgetär. Nach zwei Jahren wird die Überführung der neuen Leistungen in die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung geprüft.

 

Stand: März 2017

 

Anlagen