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null Details zur Weiterentwicklung der humangenetischen Laborleistung

Der Bewertungsausschuss hat in seiner 372. Sitzung am 11. März 2016 Beschlüsse zur Weiterentwicklung der humangenetischen Laborleistungen zum 01.07.2016 gefasst und eine Anpassung des Bundesmantelvertrages-Ärzte (BMV-Ä) vereinbart. Damit werden die Leistungen an den Stand von Wissenschaft und Technik angepasst.

 

Beschluss zur Weiterentwicklung humangenetischer Laborleistungen

Kernpunkt ist die Differenzierung der humangenetischen Laborleistungen des Kapitels 11 des EBM in konstitutionelle genetische und tumorgenetische Laborleistungen.

  • Leistungen der konstitutionellen Genetik verbleiben als neugefasster Abschnitt 11.4 „ in-vitro-Diagnostik konstitutioneller genetischer Veränderungen“ in Kapitel 11
  • Tumorgenetische Leistungen werden als neuer Abschnitt 19.4 „in-vitro-Diagnostik tumorgenetische Veränderungen“ in das Kapitel 19 aufgenommen.

 

Die ärztlichen Kosten u. Gemeinkosten der konstitutionellen genetischen u. tumorgenetischen Laborleistungen werden in den Pauschalen zusammengefasst, die je Fall berechnungsfähig sind:

  • Pauschalen zu konstitutionellen genetischen Laborleistungen: GOP 11301 bis 11303
  • Pauschalen zu tumorgenetischen Laborleistungen: GOP 19401 bis 19403

 

Auch die Leistungsbeschreibung der Gebührenordnungspositionen in den neuen Abschnitten wurde aktualisiert: Beschrieben werden nunmehr pathogenetische und nicht wie bisher methodische Leistungsinhalte. Damit tritt die Fragestellung, die mit einer genetischen Untersuchung beantwortet werden soll, in den Vordergrund. Dieses Vorgehen ermöglicht (weitgehend) methodenfreie Leistungsinhalte und erleichtert die Zuordnung von Leistungen zu ärztlichen Befundinhalten.

Des Weiteren müssen die Mutationen zukünftig in Feldkennung 5002 (Art der Untersuchung) angegeben werden.

Eine detaillierte Information über die Weiterentwicklung der humangenetischen bzw. pathogenetischen Leistungen erhalten die entsprechenden Fachgruppen  in  einem gesonderten Anschreiben.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat zwei Praxisinformationen erarbeitet, die Sie bei Bedarf unter den "Downloads" herunterladen können.

 

Humangenetik - EBM-Detailänderung

Der Beschluss zu den Detailänderungen der Humangenetik erfolgt mit Wirkung zum 1. Januar 2017. Dabei enthält er folgende Änderungen:

  • die Aufnahme von Abrechnungsausschlüssen der „kleinen“ Mutationssuchen (GOP 11513, 19424 und 19453) neben den „großen“ Mutationssuchen (GOP 11514, 19425 und 19454) im Krankheitsfall als Klarstellung,
  • die Aufnahme einer GOP 19450 EBM zur molekularzytogenetischen Charakterisierung chromosomaler Aberrationen in den Abschnitt 19.4.4 EBM,
  • eine Verlängerung der Frist (bis zum 1. Januar 2018) zur Vereinbarung einer QS-Vereinbarung für die humangenetischen Beurteilungsleistungen (GOP 11235 und 11236) und
  • redaktionelle und inhaltliche Anpassungen

 

Für die GOP 32931 wurde klargestellt, dass der Nachweis ab dem 1.

Anlagen