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IT in der Arztpraxis - Aktuelles

Aktuelles

Neues und Aktuelles rund um IT in der Arztpraxis haben wir für Sie zusammengefasst:

  • Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) - Empfehlungen zur Umsetzung

  • Gematik: TI-Konnektoren werden nach und nach ausgetauscht

  • Abstürze von Kartenterminals: Finanzierung der Aufsätze geklärt

  • Bundesschiedsamt setzt höhere Erstattungsbeträge für TI fest

  • KBV: „Krankschreibungen und Rezepte elektronisch ausstellen: Hinweise für Praxen zur schrittweisen Umstellung“

  • KBV-Richtlinie zu Versorgung mit AU Bescheinigungen und Rezepten

  • eAU: Umstellung sorgfältig vorbereiten

  • IT-Sicherheitsrichtlinie nach § 75b SGB V in Kraft


Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) - Empfehlungen zur Umsetzung

  1. Sind in der Praxis die technischen Voraussetzungen gegeben und eine Übermittlung möglich, ist die eAU an die zuständige Krankenkasse zu übermitteln. Die Patienten bekommen weiterhin Papierausdrucke: für ihren Arbeitgeber und für sich – allerdings nicht mehr auf dem Muster 1. Einfache Ausdrucke auf Normalpapier aus dem Praxisverwaltungssystem (PVS) auf Basis sogenannter Stylesheets ersetzen das Papier- und das Blankoformular. Die Ausdrucke gibt der Arzt dem Patienten unterschrieben mit. Die Aufgabe, den Ausdruck an den Arbeitgeber zu senden, bleibt zunächst bei den Versicherten.
  2. Solange in einer Praxis die technischen Voraussetzungen für die eAU nicht verfügbar sind oder eine Übermittlung nicht möglich ist, muss die Praxis das Ersatzverfahren anwenden: Die oder der Versicherte erhält eine mittels Stylesheet erzeugte AU wiederum auf Normalpapier, und zwar alle drei Ausfertigungen (für Krankenkasse, Arbeitgeber, Versicherten). Ein digitaler Nachversand ist nicht erforderlich.
    Bei beiden bisher aufgeführten Lösungen ist Normalpapier (A4 oder A5) zu verwenden.
  3. Solange in einer Praxis beides oben Aufgeführte technisch nicht verfügbar ist, stellt die Praxis der oder dem Versicherten eine papiergebundene AU mit Muster 1 oder formfrei aus. 
    Nur hier darf das gewohnte Sicherheitspapier, bzw. Muster 1 weiterhin verwendet werden.

    Die KV Saarland hat sichergestellt, dass für alle Praxen, bei denen technisch weder die eAU noch die notwendigen Ausdrucke auf Normalpapier mittels Stylesheets erstellt werden können, genügend Muster 1 Formulare zur Verfügung stehen.

Elektronischer Versand an die Arbeitgeber:

Ab dem 1. Januar 2023 soll auch die Weiterleitung der Daten an den Arbeitgeber nur noch digital erfolgen. Zuständig dafür sind nicht die Praxen, sondern die Krankenkassen – sie stellen den Arbeitgebern die AU-Informationen elektronisch zur Verfügung. Vertragsärztinnen und -ärzte sind weiterhin verpflichtet, ihren Patienten eine AU-Bescheinigung auf Normalpapier auszudrucken. Auf Wunsch der Patienten wird auch ein unterschriebener Ausdruck für den Arbeitgeber ausgestellt.

Unterschrift und Signatur:

Sowohl die Papier-Bescheinigung, als auch das elektronische Formular für die Krankenkassen benötigen eine Unterschrift. Auf Papier läuft das wie gehabt per Hand. Ab Januar 2023 müssen Ärztinnen und Ärzte den verbliebenen Papier-Ausdruck nur noch unterschreiben, wenn der Patient das ausdrücklich wünscht. 
Der digitale Vordruck muss jedoch in jedem Fall rechtssicher elektronisch signiert werden, dafür ist eine qualifizierte elektronische Signatur (QES) notwendig. 
Auch wir empfehlen wie die KBV für die eAU die Komfortsignatur, da die Daten damit sofort unterschrieben und versandt werden. Eventuelle Probleme bei der Datenübermittlung, werden sofort erkannt und der Arzt kann dem Patienten dann im Falle eines Übertragungsfehlers den Ausdruck der Ausfertigung für die Krankenkasse direkt mitgeben (siehe Ersatzverfahren). Mit der Komfortsignatur können Ärztinnen und Ärzte mit ihrem Heilberufsausweis (eHBA Gen2) und ihrer PIN für einen bestimmten Zeitraum jeweils bis zu 250 Signaturen freigeben. Soll eine eAU signiert werden, müssen sie dies nur noch bestätigen. Die Komfortsignatur ist mit dem PTV4+-Konnektor möglich, der inzwischen flächendeckend verfügbar ist.
Wird keine Komfortsignatur, sondern die Stapelsignatur verwendet, wird eventuell erst nachträglich ein Fehler bei der Übermittlung festgestellt, dann muss die AU dem Patienten nachträglich zugesendet werden.

Ausführliche Informationen finden Sie auf Onlinepräsenz der KBV unter:
>> https://www.kbv.de/html/e-au.php

oder auch direkt in den KBV-Praxisinformationen:
>> elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung - Anwendungen in der TI (Stand: 01.06.2022, PDF, 225 KB) 


Gematik: TI-Konnektoren werden nach und nach ausgetauscht

Ausführliche Informationen finden Sie in den KBV-Praxisnachrichten vom 17.03.2022 unter:
>> https://www.kbv.de/html/1150_57404.php


Abstürze von Kartenterminals:

Finanzierung der Aufsätze für störanfällige Kartenterminals geklärt

Update:
Terminalaufsätze (und somit auch die Erstattung) gibt es zur Zeit für die Kartenlesegeräte vom Typ Ingenico Orga 6141.
Zur Finanzierung benötigen wir von Ihnen die Bestätigung, dass sie entsprechende Geräte in Verwendung haben:
>> Bestätigung Ingenico.pdf

Ausführliche Informationen zur Finanzierung der Aufsätzgeräte finden Sie unter:
>> https://www.kbv.de/html/1150_58021.php
(Praxisnachrichten der KBV)

Derzeit kann es in Praxen beim Einlesen von elektronischen Gesundheitskarten der neuesten Generation (Version 2.1), die die Funktion der Near Field Communication (NFC) unterstützen, zu Abstürzen des stationären Kartenlesegerätes kommen.
Sofern die SMC-B Karte (Praxisausweis) in dem betroffenen Kartenterminal gesteckt wurde, ist im Fehlerfall auch eine erneute Freischaltung der SMC-B Karte erforderlich. Ausgelöst wird das Problem nach aktuellem Kenntnisstand durch eine elektrostatische Aufladung der entsprechenden eGK.

Die gematik informiert auf ihrer TI-Statusseite über erste aber für Praxen nur bedingt praktikable "Umgehungsmöglichkeiten".
Die neuen NFC-fähigen eGKs können Praxen am oberen Kartenrand der eGK an einem kleinen „W-Lan“ ähnlichem Symbol erkennen, auch befindet sich eine 6 stellige Ziffernfolge (CAN) unterhalb des schwarz-rot-goldenen Balkens.

Die Hersteller der Kartenlesegeräte haben bereits reagiert und neue Firmware sowohl für das Cherry eHealth Terminal ST-1506 (V 2.0.20), als auch für das Ingenico Orga 6141 (V 3.8.1) veröffentlicht.

Es wird empfohlen die Gesundheitskarten des Typs eGK 2.1 in dem zweiten, seitlichen Slot des Kartenterminals einzulesen, dies soll das erneut notwendige Freischalten des Praxisausweises (PIN Eingabe) verhindern.

Nach Möglichkeit sollte die Institutionskarte SMC-B in einem separaten Kartenterminal verwendet werden, in dem keine eGK-Steckvorgänge stattfinden. Auch dies verhindert im Fehlerfall eine erneute Freischaltung der SMC-B Karte.


Bundesschiedsamt setzt höhere Erstattungsbeträge für TI fest

Ausführliche Informationen finden Sie in den KBV-Praxisnachrichten vom 21.04.2022 unter:
>> https://www.kbv.de/html/1150_57938.php


KBV: „Krankschreibungen und Rezepte elektronisch ausstellen: Hinweise für Praxen zur schrittweisen Umstellung“

Die KBV gibt wichtige Empfehlungen und Hinweise zur eAU und eRezept unter:
>> https://www.kbv.de/html/1150_55977.php


KBV-Richtlinie stellt Versorgung mit AU Bescheinigungen und Rezepten auch im neuen Jahr sicher

Die bestehenden Übergangsregelungen für die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) und das eRezept laufen zum 31. Dezember 2021 aus, obwohl absehbar ist, dass die neuen Prozesse noch nicht flächendeckend einsatzbereit sein werden.
Um die Versorgung der Patienten bis zur Funktionsfähigkeit der Prozesse weiter zu gewährleisten, hat die KBV im Rahmen ihrer Richtlinienkompetenz nach § 75 Abs. 7 SGB V die Richtlinie zur Durchführung von Anlage 2 und 2B zum BMV-Ä erlassen. Mit ihr wird gewährleistet, dass die Versorgung bis zur flächendeckenden Etablierung von eAU und eRezept reibungslos laufen kann.
Die Richtlinie ermöglicht es Vertragsärztinnen und Vertragsärzten, bis zum 30. Juni 2022 alternativ zur eAU und dem eRezept auch etablierte Prozesse (Papierausdruck) weiter zu nutzen.
Für Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen können zusätzlich Ausdrucke des sogenannten Stylesheets genutzt werden.
Mit dieser Richtlinie wird zunächst die Versorgung sichergestellt, es gilt weiterhin die Verpflichtung bis Jahresende die notwendigen Voraussetzungen zur Durchführung der eAU und des eRezeptes zu schaffen.

Weitere Informationen zur eAU finden Sie unter:
>> https://www.kbv.de/html/1150_55266.php


eAU: Umstellung sorgfältig vorbereiten

Angesichts der bisher wenig überzeugenden Ergebnisse des Feldtests empfiehlt die KBV den Praxen eine vorsichtige Umstellung auf die eAU. Einige PVS-Hersteller bieten mit dem Update die Möglichkeit, neben dem Versand der eAU weiterhin das Muster 1 auszustellen. Dadurch kann die eAU-Funktionalität getestet und bei Problemen kann auf das Muster 1 ausgewichen werden.

Praxen, die zum 1. Oktober ihr PVS umstellen, sollten ihren Patienten bis auf Weiteres neben dem Ausdruck für den Versicherten und den Arbeitgeber auch den Ausdruck für die Krankenkasse mitgeben zumindest so lange, bis sicher ist, dass die betreffende Krankenkasse wirklich digital AU-Daten empfangen kann. Wir werden Sie über den weiteren Verlauf des Feldtests, insbesondere über die Empfangsbereitschaft der Krankenkassen, informieren.

Informationen der KBV zu diesem Thema, sowie eine Praxisinformation und ein Erklärvideo finden Sie hier:
>> www.kbv.de/html/e-au.php
>> KBV Praxisnachrichten eAU

Weitere Informationen zur eAU finden Sie unter:
>> Telematikinfrastruktur >> TI-Anwendungen >> eAU


IT-Sicherheit in der vertragsärztlichen Versorgung (Richtlinie nach § 75b SGB V)

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat (entsprechend dem Auftrag nach § 75b SGB V) eine Richtlinie erstellt, um Anforderungen zur Gewährleistung der IT-Sicherheit in der vertragsärztlichen Versorgung zu regeln.
Diese Richtlinie legt die in einer vertragsärztlichen bzw. vertragspsychotherapeutischen Praxis erforderlichen Anforderungen an die IT-Sicherheit fest.

Weitere Informationen finden Sie hier:
>> IT-Sicherheit in der vertragsärztlichen Versorgung (Richtlinie nach § 75b SGB V)


Anlagen