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FAQ

 

Abnahmeprüfung

Wann ist eine komplette Abnahmeprüfung durchzuführen?

Nach Aufstellung, also auch bei Umsetzung in eine andere Räumlichkeit und vor Inbetriebnahme eines neuen Röntgengerätes, muss eine Abnahmeprüfung durchgeführt und entsprechend dokumentiert werden.
 

Wer führt die Abnahmeprüfung durch?

Hersteller oder autorisierter Lieferant

 

Warum wird eine Abnahmeprüfung durchgeführt?

Der Strahlenschutzverantwortliche hat dafür zu sorgen, dass vor der ersten Inbetriebnahme einer diagnostischen Röntgeneinrichtung eine Abnahmeprüfung nach § 16 Absatz 2 RöV und vor der ersten Inbetriebnahme einer thera-peutischen Röntgeneinrichtung eine Abnahmeprüfung nach § 17 Absatz 1 RöV durchgeführt wird.

Bei einer diagnostischen Röntgeneinrichtung stellt die Abnahmeprüfung sicher, dass die bei der vorgesehenen Art der Untersuchung erforderliche Bildqualität mit möglichst geringer Strahlenexposition erreicht wird. Bei der Abnahmeprüfung sind die Bezugswerte für die Konstanzprüfung mit denselben Prüfmitteln und Verfahren zu bestimmen, die bei der Konstanzprüfung verwendet werden; dazu müssen diese Prüfmittel bei der Abnahmeprüfung am Betriebsort vorhanden sein. Die Festlegung der Bezugswerte ist Bestandteil der Abnahmeprüfung.

Bei einer therapeutischen Röntgeneinrichtung stellt die Abnahmeprüfung sicher, dass die Dosisleistung im Nutzstrahlenbündel des Strahlers und die Röntgenröhrenspannung den Qualitätsmerkmalen des Herstellers entsprechen. Bei der Abnahmeprüfung sind die Bezugswerte für die Konstanzprüfung zu bestimmen.

 

Wann muss eine Teilabnahmeprüfung erfolgen?Nach jeder Änderung einer

a) diagnostischen Röntgeneinrichtung oder ihres Betriebes, z. B. nach Instandsetzung, Austausch oder Änderung von Komponenten der Röntgeneinrichtung, welche die im Rahmen einer Abnahmeprüfung erfassbare Bildqualität oder die Höhe der Strahlenexposition beeinflussen kann, oder

b) therapeutischen Röntgeneinrichtungen oder ihres Betriebes, welche die Energiedosisleistung im Nutzstrahlenbündel beeinflussen kann

 

Aufbewahrung der Unterlagen zur Abnahmeprüfung

Die Unterlagen der Abnahmeprüfung sind während der gesamten Betriebsdauer aufzubewahren. Sollte eine neue Abnahmeprüfung notwendig werden, ist die alte mindestens zwei Jahre nach der neuen Abnahmeprüfung aufzubewahren. Sollten Teilabnahmeprüfungen notwendig gewesen sein, ersetzen diese immer einen Teil der "Abnahmeprüfung bei Inbetriebnahme". Die Unterlagen der Teilabnahmeprüfung sind in die Abnahmeprüfungsunterlagen einzuordnen.

 

Was versteht man unter rechtfertigender Indikation?

Die Rechtfertigende Indikation ist die Entscheidung eines Arztes mit der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz, dass und in welcher Weise ionisierende Strahlung am Menschen in der Heilkunde angewendet wird. 

 

Welche Konstanzprüfungen müssen wann durchgeführt werden?

 

Konstanzprüfung

Prüfintervall

Vorschrift

Filmverarbeitung

arbeitstäglich

DIN 6868
Teil 2

Rötgeneinrichtung (inkl. DL, CT, DAS)

mind. monatlich

DIN 6868
Teil 3 und Teile 4,6,8

Kassettenandruck und -lichtdichtheit

mind. Jährlich für Mammographie,
sonst 5-jährig

DIN 6832
Teil 2

Dunkelkammer

mind. jährlich

DIN 6868
Teil 2

Röntgenschaukästen für Mammographie

5-jährig
jährlich

DIN 6856
Teil 2

Bilddokumentationssysteme (BDS)

wöchentlich

DIN V 6868
Teil 12

Gleichheit von Verstärkungsfaktor für Kassetten

5-jährig, Mammographie jährlich

ZVEI-Info-Nr. 8

Monitore / BWG

täglich, monatlich, ¼-, ½-jährlich

DIN 6868 T. 57

Mammographie

täglich, wöchentlich, monatlich, halbjährlich, jährlich

DIN 6868 T. 7

 

 

Bild: ©Wilm Ihlenfeld/Fotolia.com

Anlagen