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null Abrechnungsinformationen im Zusammenhang mit dem Coronavirus

CORONAVIRUS SARS-COV-2:

KURZÜBERBLICK SONDERREGELUNGEN (Verlinkung zur KBV)

https://www.kbv.de/media/sp/Coronavirus_Sonderregelungen_Uebersicht.pdf


Testungen auf SARS-CoV-2:

ÜBERSICHT: TESTS AUF SARS-COV-2 IN DER ARZTPRAXIS (Link zur KBV - Stand: 18.08.2020)

TESTS AUF SARS-COV-2 IN DER PRAXIS INFORMATIONEN FÜR VERTRAGSÄRZTE (Link zur KBV - Stand: 18.08.2020)


Empfehlung zum Kodieren:

CORONAVIRUS: EMPFEHLUNGEN ZUM KODIEREN

KBV-Merkblatt "So kodieren Sie SARS-CoV-2"


 

 

Abrechnungsinformation vom 19.01.2021

Ärztliches Zeugnis für Corona - Schutzimpfung ohne Nennung von Vorerkrankungen

Personen mit bestimmten Vorerkrankungen haben nach der Impfverordnung mit hoher beziehungsweise erhöhter Priorität (Gruppe 2 und 3) - Paragraphen 3 Ziffer 2 und 4 Ziffer 2 der Corona-Impfverordnung (CoronaImpfV) - Anspruch auf die Schutzimpfung. Sie benötigen ein ärztliches Zeugnis über das Vorliegen dieser Erkrankung. Dies ist immer dann der Fall, wenn der Betreffende nicht schon aufgrund seines Alters bevorzugt Anspruch hat: Priorisierungsgruppe 2 ab 70 Jahre, 3 ab 60 Jahre.

Nun teilte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit, dass für das Zeugnis keine detaillierten Angaben zu den Vorerkrankungen erforderlich sind.

Es reicht demnach aus, wenn der Arzt formlos bescheinigt, dass eine Erkrankung im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung vorliegt. Dies ist auch aus datenschutzrechtlichen Gründen relevant.

Das Zeugnis könnte somit – am Beispiel des Pagrafen 4 dargestellt – wie folgt lauten:

„Hiermit wird bescheinigt, dass bei Herrn/Frau Mustermann eine Erkrankung im Sinne von § 4 Ziffer 2 der ImpfVO vorliegt.“

Für das Ausstellen des Zeugnisses nach der CoronaImpfV ist die Ziffer 88320 (5,00 Euro) und gegebenfalls für den Versand des Zeugnisses, die Portopauschale 88321 (0,90 Euro) in Ansatz zu bringen.


Abrechnungsinformation vom 07.01.2021

Kodierung von COVID-19: Neue Kodes – Aktualisierungen der ICD-Stammdatei zum 1. Quartal 2021

 

Bekanntgabe des BfArM für 2021

Für die bereits publizierte ICD-10-GM 2021 wird das BfArM kurzfristig eine aktualisierte Fassung bereitstellen. In dieser Fassung verlieren die als Übergangslösung etablierten Kodes U07.3, U07.4! und U07.5 ihre Gültigkeit. Aus Gründen der internationalen Vergleichbarkeit werden, wie von der WHO vorgesehen, folgende Schlüsselnummern mit identischem Inhalt neu aufgenommen:

ICD

Sachverhalt

Verwendung

U08.9 :

COVID-19 in der Eigenanamnese

Ist für Fälle vorgesehen, bei denen eine frühere, bestätigte Coronavirus-19-Krankheit zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führt. Die Person leidet nicht mehr an COVID-19.

U09.9!:

Post-COVID-19-Zustand, nicht näher bezeichnet

Ist für Fälle vorgesehen, bei denen der Zusammenhang eines aktuellen, anderenorts klassifizierten Zustandes mit einer vorausgegangenen Coronavirus-Krankheit-19 kodiert werden soll. Die Schlüsselnummer ist nicht zu verwenden, wenn COVID-19 noch vorliegt.

U10.9 :

Multisystemisches Entzündungssyndrom in Verbindung mit COVID-19, nicht näher bezeichnet

Ist für Fälle vorgesehen, bei denen ein durch Zytokinfreisetzung bestehendes Entzündungssysndrom in zeitlichem Zusammenhang mit COVID-19 steht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zusatzkodes: Kein „!“ beim Kodieren

Zusatzkodes müssen mit mindestens einem weiteren primären Kode kombiniert werden. Ausrufezeichen: Das Ausrufezeichen gehört zur Bezeichnung der Kodes, es wird aber bei der Kodierung nicht angegeben (U09.9 statt U09.9!). Die Kodes werden ausschließlich mit dem Zusatzkennzeichen „G“ (gesichert) für die Diagnosesicherheit angegeben.


Kodierung von Covid-19:
Neue ICD- Kodes zum 4. Quartal 2020 enden zum 31.12.2020

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat weitere Kodes im Zusammenhang mit COVID-19 aufgenommen um folgende Sachverhalte zu verschlüsseln:

ICD

Sachverhalt

Verwendung

U07.3:

COVID-19 in der Eigenanamnese

Ist für Fälle vorgesehen, bei denen eine frühere, bestätigte Coronavirus-19-Krankheit zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führt. Die Person leidet nicht mehr an COVID-19.

U07.4!:

Post-COVID-19-Zustand, nicht näher bezeichnet

Ist für Fälle vorgesehen, bei denen der Zusammenhang eines aktuellen, anderenorts klassifizierten Zustandes mit einer vorausgegangenen Coronavirus-Krankheit-19 kodiert werden soll. Die Schlüsselnummer ist nicht zu verwenden, wenn COVID-19 noch vorliegt.

U07.5:

Multisystemisches Entzündungssyndrom in Verbindung mit COVID-19, nicht näher bezeichnet

Ist für Fälle vorgesehen, bei denen ein durch Zytokinfreisetzung bestehendes Entzündungssysndrom in zeitlichem Zusammenhang mit COVID-19 steht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zusatzkodes: Kein „!“ beim Kodieren

Zusatzkodes sind mit einem „!“ gekennzeichnet und müssen mit mindestens einem weiteren primären Kode kombiniert werden. Das Ausrufezeichen gehört zur Bezeichnung der Kodes, es wird aber bei der Kodierung nicht angegeben (U07.4 statt U07.4!). Die Kodes werden ausschließlich mit dem Zusatzkennzeichen „G“ (gesichert) für die Diagnosesicherheit angegeben.

(Stand: 20.11.2020)


Ausweitung der Telefonkonsultation für Ärzte und Psychotherapeuten während der Corona-Pandemie

Die Möglichkeiten zur ärztlichen und psychotherapeutischen Konsultation per Telefon während der Corona-Pandemie wird für alle Fachgruppen ausgeweitet. Patienten können jetzt öfter und länger telefonisch betreut werden. Der Bewertungsausschuss hat einen entsprechenden Beschluss gefasst.

Telefonkonsultationen von bis zu 200 Minuten pro Patient

Mit dem Beschluss können Ärzte und Psychotherapeuten in diesem Quartal Telefonkonsultationen von bis zu drei Stunden und 20 Minuten pro Patient abrechnen - zusätzlich zu der Gebührenordnungsposition (GOP) 01435 für die telefonische Beratung. Das Gesprächskontingent ist dabei je nach Fachgruppe unterschiedlich hoch (siehe Link: „Merkblätter je Fachgruppe“)

Zur Abrechnung werden die GOP 01433 (154 Punkte / 16,92 Euro) und die GOP 01434 (65 Punkte / 7,14 Euro) erneut in den EBM aufgenommen. Sie werden jeweils als Zuschlag für die telefonische Beratung durch den Arzt in Zusammenhang mit einer Erkrankung beziehungsweise als Zuschlag zur Grund- oder Versichertenpauschale gezahlt. Möglich ist die telefonische Konsultation bei Patienten, die der Arzt oder Psychotherapeut bereits kennt. Als „bekannt“ gilt ein Patient, wenn er im aktuellen Quartal oder in den letzten sechs Quartalen, die dem Quartal der Konsultation vorausgehen, mindestens einmal in der Praxis war.

Dieser Beschluss gilt vorerst vom 2. November bis 31. März 2021. Die Abrechnungsdetails haben wir Ihnen in den folgenden Merkblättern je Fachgruppen aufgeteilt:

Merkblatt 1:

Fachgruppen: Ärztliche und psychologische Psychotherapeuten / Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten / FÄ für Neurologie / FÄ für Nervenheilkunde / FÄ für Neurologie und Psychiatrie / FÄ für Psychiatrie und Psychotherapie / FÄ für Neurochirurgie / FÄ für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie / FÄ für Kinder- und Jugendpsychiatrie bzw. Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie

Merkblatt 2:

Fachgruppen: Hausärzte / Kinder- und Jugendärzte / Schmerztherapeuten

Merkblatt 3:

Fachgruppen: Gynäkologen / HNO-Ärzte / Dermatologen / fachärztliche Internisten / Orthopäden / FÄ für Sprach-, Stimm-, und kindliche Hörstörungen / Urologen

Merkblatt 4:

Fachgruppen: Anästhesisten / Augenärzte / Chirurgen / Humangenetiker / Laborärzte / MKG, Nuklearmediziner / Pathologen / Radiologen / Strahlentherapeuten

Abrechnungsinformationen vom 01.11.2020


Merkblätter "Tests auf SARS-CoV-2 in der Praxis":

Zum 15.10.2020 ist eine neue Rechtsverordnung zur Testung asymptomatischer Personen auf SARS-CoV-2 in Kraft getreten. Insbesondere die Testkonstellationen wurden deutlich ausgeweitet.

 

Um Ihnen bei der dadurch entstandenen Komplexität und Unübersichtlichkeit die Orientierung etwas zu erleichtern, haben wir Ihnen die aus unserer Sicht wichtigsten Konstellationen in Form von Merkblättern zusammengestellt. 


Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung verlängert

Seit dem 19. Oktober 2020 besteht wieder bundesweit die Möglichkeit, eine Arbeitsunfähigkeit (AU) (Formular 1) nach telefonischer Anamnese auszustellen. Diese Sonderregelung wurde bis zum 31. März 2021 verlängert.

Ärzte können Patienten mit einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege für bis zu sieben Kalendertage krankschreiben. Eine Verlängerung der AU um weitere sieben Kalendertage, ist im Wege der telefonischen Anamnese einmalig möglich.

Abrechnung bei telefonischer AU-Bescheinigung

Die Versicherten- beziehungsweise Grundpauschale kann abgerechnet werden, wenn die Patientin oder der Patient in dem Quartal mindestens einmal in der Praxis war oder einen Arzt-Kontakt per Videosprechstunde hatte. Bleibt es in dem Quartal bei einem telefonischen Kontakt, ist die Bereitschaftspauschale (GOP 01435/01433 bzw. 01434) berechnungsfähig. Die Kosten für den postalischen Versand der AU-Bescheinigung werden von den Krankenkassen mit 90 Cent übernommen. Ärzte rechnen dazu die Pseudo-GOP 88122 für das Porto ab.

 


AU-Feststellung in Videosprechstunden ab sofort möglich

Vertragsärzte können eine Arbeitsunfähigkeit (AU) bei ihren bekannten Patientinnen und Patienten jetzt auch in Videosprechstunden feststellen und entsprechend bescheinigen - ein Anspruch auf dieses Verfahren besteht für Versicherte aber nicht. Eine Krankschreibung ausschließlich auf Basis eines Telefonates, einer Chat-Befragung oder eines Online-Fragebogens ist explizit ausgenommen.

AU-Bescheinigung per Video für maximal sieben Tage

Eine Krankschreibung per Video kann bei erstmaliger Feststellung für maximal sieben Kalendertage ausgestellt werden. Danach muss der Patient die Praxis aufsuchen, falls er weiterhin krank sein sollte. In der Online-Sprechstunde ist eine Folgeverordnung nur erlaubt, wenn bereits zuvor aufgrund unmittelbar persönlicher Untersuchung durch den Vertragsarzt Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit festgestellt worden ist. Dann kann auch für einen längeren Zeitraum krankgeschrieben werden.

Generell gilt: Ist keine hinreichend sichere Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit per Videosprechstunde möglich, muss eine persönliche Untersuchung in der Praxis erfolgen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte auf der Internetseite der KBV:

https://www.kbv.de/html/1150_47112.php

Stand: 09.10.2020


Funktionelle Entwicklungstherapie per Video

Um die funktionelle Entwicklungstherapie während der Corona-Pandemie auch bei videogestützter Durchführung zu ermöglichen, wurde zum 15. Mai 2020 die neue GOP 14223 in den Abschnitt 14.3 EBM aufgenommen. Diese Änderung ist weiterhin bis zum 31. März 2021 befristet.

Die Leistung ist von einem qualifizierten Mitarbeiter gemäß §3 der Sozialpsychiatrie-Vereinbarungen (SPV-Mitarbeiter) als Einzelbehandlung je vollendete 15 Minuten berechnungsfähig. Die GOP 14223 ist nur bei Patienten möglich, die dem SPV-Mitarbeiter bekannt sind. Als „bekannt“ gilt ein Patient, wenn im Zeitraum der letzten vier Quartale unter Einschluss des aktuellen Quartals ein persönlicher Kontakt zwischen dem SPV-Mitarbeiter und dem Patienten in derselben Arztpraxis stattgefunden hat.

Im Zusammenhang mit der neuen GOP 14223 als videogestützte Leistung, wird auch die Abrechnung des Technikzuschlags nach der GOP 01450 ermöglicht.


Substitution: therapeutisches Gespräch (GOP 01952) weiterhin per Video möglich – seit 02. November 2020 wieder per Telefon

Seit dem 02. April 2020 ist das therapeutische Gespräch zur Substitutionsbehandlung achtmal im Behandlungsfall möglich und kann auch im Rahmen einer Videosprechstunde durchgeführt werden. Seit dem 02. November 2020 ist der „Zuschlag Therapiegespräch“ (GOP 01952) auch bei ausschließlich telefonischem Arzt-Patienten-Kontakt berechnungsfähig. Diese Regelungen gelten weiterhin bis zum 31.03.2021 für therapeutische Gespräche, mit einer Dauer von mindestens zehn Minuten.


Neues Formular für Corona-Tests mit QR-Code

Das neue Formular zur Veranlassung von Corona-Tests ist fertig und steht demnächst zur Anwendung in den Praxen bereit. Es enthält einen QR-Code, mit dem getestete Personen ihr Ergebnis online einsehen und bei einer bestätigten Infektion in der Corona-Warn-App freischalten können.

Damit soll es möglich sein, dass Versicherte schneller ihr Testergebnis erhalten und bei einer Infektion mit dem Virus möglichst viele Kontaktpersonen über die Corona-App informieren können, dass sich ihr Risikostatus verändert hat.

Versicherter erhält QR-Code für App

Das neue Formular gibt es in zwei Ausfertigungen: Das Muster 10C für Arztpraxen und das Muster OEGD für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD).

Beide Auftragsscheine gliedern sich in zwei Teile: Der obere Teil mit Informationen zur Beauftragung des Tests geht an das Labor. Den unteren Teil bekommt der Versicherte. Auf beiden Teilen ist ein identischer QR-Code aufgedruckt.

Der QR-Code ist auch der Grund dafür, warum das Formular nicht kopiert werden darf. Denn in diesem Fall gäbe es den QR-Code zweimal und das Testergebnis könnte nicht eindeutig zugeordnet werden.

Formular 10C für Arztpraxen

Vertragsärzte verwenden für die Beauftragung einer SARS-CoV-2-Testung nach EBM künftig nur noch Muster 10C (statt Muster 10). Das gilt für Tests zur diagnostischen Abklärung ebenso wie für Tests nach einer Meldung „erhöhtes Risiko“ durch die Corona-Warn-App, wenn sich die Person direkt an den Arzt wendet.

Hinweise zum Muster 10C

  Vertragsärzte verwenden zur Veranlassung von Testungen mittels Nukleinsäurenachweis künftig nur noch das Formular 10C. Das gilt für alle Tests, die über den EBM abgerechnet und vergütet werden:

› kurative Tests bei COVID-19-Symptomatik (GOP 32816)

› Tests nach Meldung der Corona-Warn-App (GOP 32811)

Weitere Informationen können Sie auf der Internetseite der KBV entnehmen:

https://www.kbv.de/media/sp/Ansichtsexemplar_Muster10C.pdf

https://www.kbv.de/html/1150_46778.php

(Stand: 01.07.2020)


Corona-Warn-App: Abrechnung der neuen EBM-Leistung auch bei Gespräch mit App-Nutzer, weitere Detailänderungen im EBM

GOP 02402 bei Abstrich und/oder Gespräch

Der obligate Leistungsinhalt der GOP 02402 „Zusatzpauschale im Zusammenhang mit GOP 32811“ wird um das Gespräch im Zusammenhang mit einer möglichen Testung auf eine beta-Coronavirus SARS-CoV-2-Infektion ergänzt. Konkret heißt es, dass das Gespräch und/oder der Abstrich zum Leistungsinhalt gehört. Die weiteren Bestimmungen ändern sich nicht: Die GOP ist weiterhin einmal am Behandlungstag berechnungsfähig und mit 91 Punkten bewertet. Des Weiteren erfolgt eine redaktionelle Anpassung der ersten Anmerkung der GOP 02402. Hier wird die GOP 32811 nicht mehr als Laborpauschale bezeichnet, sondern Gebührenordnungsposition genannt.

Die Anpassung erfolgt, weil laut Robert Koch-Institut bei der Meldung „erhöhtes Risiko“ auf eine SARS-CoV-2-Infektion durch die Corona-Warn-App bei Personen ohne Symptome ein Gespräch zur Einschätzung eines relevant erhöhten Infektions- oder Weiterverbreitungsrisikos durchgeführt werden sollte. Der Beschluss tritt zum 15. Juni in Kraft.

Weitere Detailänderungen betreffen die Leistungen 12221, 32811 und 40101, die Laborärzte im Zusammenhang mit der Corona-Warn-App abrechnen. Der Beschluss tritt zum 01. Juli in Kraft.

Weitere Informationen dazu finden Sie im Beschluss auf der Internetseite der KBV: www.kbv.de/984706


Abrechnungsinformation vom 24.06.2020:

Vergütung für Corona-Tests abgesenkt

Die Vergütung für PCR-Tests zum Nachweis von SARS-CoV-2 wird zum 1. Juli 2020 von bislang 59,00 Euro auf 39,40 Euro pro Test abgesenkt. Die Abrechnung der Untersuchung auf fünfmal im Behandlungsfall beschränkt. Diese Entscheidung traf der Erweiterte Bewertungsausschuss, gegen die Stimmen der KBV.

Der Labortest auf SARS-CoV-2 kann von Fachärzten für Laboratoriumsmedizin oder für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie durchgeführt und berechnet werden.

Die Untersuchung nach der Gebührenordnungsposition 32816 ist nur bei Patienten mit einer akuten Covid-19 assoziierten Symptomatik und / oder bei klinischen und radiologischen Hinweisen auf eine virale Pneumonie unter Angabe einer medizinischen Begründung berechnungsfähig. Die Untersuchungsindikation sollte unter Berücksichtigung der Kriterien des RKI nach ärztlichem Ermessen gestellt werden.

 

Bezeichnung GOP Vergütung
bis 30.06.2020
Vergütung
ab 01.07.2020
Nukleinsäurenachweis des
beta-Coronavirus SARS-CoV-2
mittels RT-PCR
32816
- 1 x am Behandlungstag /
max. 5 x im Behandlungsfall 
berechnungsfähig
59,00 Euro 39,40 Euro

 

Die Kosten für das Versandmaterial und den Transport können wie bei anderen Auftragsleistungen des Speziallabors zusätzlich berechnet werden.


Abrechnungsinformation vom 18.06.2020:

Coronavirus: Befristete Aufnahme neuer EBM-Ziffern für Tests nach Alarm in Corona-Warn-App


Abrechnungsinformation vom 14.05.2020:

Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung aufgrund der COVID-​19-Epidemie: Rückkehr zur regulären Patientenversorgung ab dem 1. Juni

Die befristete Sonderregelung zur telefonischen Feststellung einer Arbeitsunfähigkeit durch Vertragsärztinnen und Vertragsärzte ist nach derzeitiger Einschätzung der Gefährdungslage letztmalig bis einschließlich 31. Mai 2020 verlängert worden. Den entsprechenden Beschluss fasste der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) einstimmig am Donnerstag in Berlin. Ab dem 1. Juni 2020 gilt dann wieder, dass für die ärztliche Beurteilung, ob eine Versicherte oder ein Versicherter arbeitsunfähig ist, eine körperliche Untersuchung notwendig ist.

Quelle: https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen/866/


Abrechnungsinformation vom 14.05.2020:

Indirekter Erregernachweis mittels Antikörpertestung

Eine Antikörpertestung kann unter bestimmten Voraussetzungen GKV-Leistung sein. Bitte an die Kennzeichnung 88240 denken! Die Regelungen sind relativ kompliziert. Näheres entnehmen Sie bitte dem entsprechenden Rundschreiben der KBV . Vor dem Hintergrund der nach wie vor sehr hohen Falsch-Positiv-Rate stellt sich nach wie vor die Frage, welche Konsequenz aus einem positiven Ergebnis für die Beratung des Patienten erfolgt. Dies sollten Sie bei der Indikationsstellung berücksichtigen.

Eine positive Antikörper-Testung löst keine Meldung an das Gesundheitsamt aus. Dies ist mit den Verantwortlichen im Saarland so abgesprochen.

 


Abrechnungsinformation vom 23.12.2020

Corona: Aussetzen DMP-Dokumentationspflicht

Infolge der weiterhin andauernden Pandemie hat der G-BA am 17. Dezember 2020 eine zeitlich flexible Regelung beschlossen: Die Ausnahmeregelung für DMP-Dokumentationen und Schulungen gilt nun für die Dauer der durch den Deutschen Bundestag festgestellten epidemischen Lage von nationaler Tragweite nach § 5 Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes. Während dieses Zeitraums erfolgt keine Ausschreibung aus den DMP wegen fehlender Dokumentationen oder nicht wahrgenommener Schulungen. Für DMP-Dokumentationen gilt dies bis zum letzten Tag des Quartals, in dem die Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite endet.

Auswirkung auf DMP-Vergütung

Trotz der Aussetzung von Dokumentationspflichten und Patientenschulungen bei DMP gilt auch weiterhin unverändert: Die DMP-Vergütung für den koordinierenden DMP-Arzt erfolgt auf Basis der fristgerecht versandten Dokumentation. Konkret heißt das: Der Arzt bekommt keine Vergütung, wenn er die Dokumentation nicht fristgerecht einreicht.

DMP-Dokumentation auf Basis einer telemedizinischen DMP-Konsultation

Für DMP-Patienten gelten hinsichtlich der Form von ärztlichen Konsultationen keine Sonderregelungen. Wenn die aktuell aus medizinischer Sicht für die DMP-Dokumentation erforderlichen Untersuchungen telemedizinisch durchführbar sind, kann auf dieser Basis die DMP-Dokumentation erfolgen. Dies kann auch telefonische Konsultationen umfassen.

Die in den DMP empfohlenen Mindestintervalle für klinische Untersuchungen und Laborkontrollen sind weiterhin zu berücksichtigen. Ob im DMP empfohlene klinische oder Laboruntersuchungen vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie im Einzelfall verschoben werden sollen, liegt in der Entscheidung des Arztes. Laborkontrollen im Rahmen von Hausbesuchen (auch durch entsprechend qualifizierte nichtärztliche Praxisassistenten) sind ebenfalls möglich.

Präsenz bei DMP-Konsultationen und Patientenschulungen

Es können und sollen weiterhin DMP-Konsultationen und Schulungen erfolgen, wenn der koordinierende Arzt mit dem DMP-Versicherten unter individueller Abwägung der Risiken vereinbart hat, dass die Kontrolluntersuchung oder die Schulung im Einzelfall aktuell gleichwohl notwendig ist und durchgeführt werden soll.

DMP in Zeiten von Corona


Abrechnungsinformation vom 08.04.2020

Corona: SAPV-Folgeverordnung und Kontrazeptiva-Folgerezept nach telefonischer Anamnese berechnungs-fähig

Ärzte können vorübergehend auch Folgeverordnungen für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung, kurz SAPV, nach telefonischer Anamnese ausstellen und per Post an den Versicherten schicken. Sie bekommen auch in diesen Fällen die Versandkosten in Höhe von 90 Cent erstattet. Grund ist auch hier die Vermeidung persönlicher Arzt-Patienten-Kontakte aufgrund der Coronavirus-Pandemie. Die Regelung ist zunächst zeitlich befristet bis 30. Juni 2020. Die Abrechnung erfolgt über die Gebührenordnungspositionen 01426 für die Ausstellung der Folgeverordnung und ggf. die 40122 für das Porto.

Auch für Wiederholungsrezepte für Kontrazeptiva und Überweisungsscheine im Zusammenhang mit der Empfängnisregelung brauchen Patientinnen nicht extra in die Arztpraxis zu gehen. Ärzte können diese Formulare zusenden. Der Bewertungsausschuss hat festgelegt, dass die GOP 40122 übergangsweise neben der GOP 01820 abgerechnet werden darf.

In allen Fällen ist die Zusendung per Post nur möglich, wenn der Patient beziehungsweise die Patientin bei dem Arzt in Behandlung ist. In diesem Fall muss nicht die elektronische Gesundheitskarte eingelesen werden: Ärzte dürfen die Versichertendaten aus der Patientenakte übernehmen.


Ersatzverfahren in der Corona-Krise:

Nach einem telefonischen Abgleich der Versichertendaten mit dem Patienten, kann der Schein mit dem Begründungstext „Versichertennachweis liegt vor“ zur Abrechnung gebracht werden.

Der Patient ist der Praxis bekannt, war in dem Quartal aber nicht da

Die Praxis übernimmt die Versichertendaten aus der Patientenakte. Als bekannter Patient gilt derjenige, der in dem aktuellen oder den zurückliegenden sechs Quartalen mindestens einmal in der Praxis war.

Der Patient ist unbekannt, er war noch nicht in der Praxis.

Praxispersonal erfragt am Telefon die Versichertendaten und pflegt sie händisch.

-Name des Versicherten

-Wohnort des Versicherten (PLZ)

-Geburtsdatum des Versicherten

-Krankenkasse

-Versichertenart (Mitglied, Familienversichert, Rentner)

Videosprechstunde: Identifikation des Patienten ohne Einlesen der eGK

Bei der Videosprechstunde hält der Versicherte in diesem Fall seine elektronische Gesundheitskarte in die Kamera, damit das Praxispersonal die Identität prüfen und die notwendigen Daten (mit Versichertennummer) erheben kann. Der Patient bestätigt zudem mündlich das Bestehen des Versicherungsschutzes.

Abrechenbarkeit in Verbindung mit dem angewandten Ersatzverfahren

Telefonischer Kontakt mit dem Arzt + ggf. Portokosten für den Versand von Folgeverordnungen, Folgerezepte und/oder Überweisungen - gilt für bekannte Patienten

War der Patient in dem Quartal weder in der Praxis noch in einer Videosprechstunde und es fanden telefonische Kontakte mit dem Arzt statt, kann die GOP 01435 (für Telefonische Beratung) mit den zugehörigen Zuschlägen für die Telefonkonsultationen nach den GOPen 01433 und 01434 (siehe oben) sowie ggf. die GOP 40122 für das Porto abgerechnet werden.

Telefonischer Kontakt mit dem Arzt + ggf. Portokosten für den Versand einer AU-Bescheinigung gilt für bekannte und unbekannte Patienten

War der Patient in dem Quartal weder in der Praxis noch in einer Videosprechstunde und es fand ein telefonischer Kontakt mit dem Arzt statt, kann die GOP 01435 (für Telefonische Beratung) sowie ggf. die GOP 40122 für das Porto abgerechnet werden.

Telefonischer Kontakt mit der Praxis + ggf. Portokosten für den Versand von Folgeverordnungen, Folgerezepte und/oder Überweisungen – gilt für bekannte Patienten

War der Patient in dem Quartal weder in der Praxis noch in einer Videosprechstunde und es fand ausschließlich ein telefonischer Kontakt mit nichtärztlichem Praxispersonal statt, kann die GOP 01430 (Verwaltungskomplex) sowie ggf. die GOP 40122 für das Porto abgerechnet werden.

Behandlung im Rahmen der Videosprechstunde – gilt für bekannte und unbekannte Patienten

Im Rahmen der Videosprechstunde können sowohl die Versicherten-/ Grundpauschalen auch ohne vorherigen Arzt-Patienten-Kontakt zur Abrechnung gebracht werden. Eine genaue Übersicht zur Abrechenbarkeit der Leistungen im Rahmen der Videosprechstunde finden Sie hier (Merkblatt Videosprechstunde – Corona)

Link zur KBV-Praxisinfo: https://www.kbv.de/media/sp/PraxisInfo_Coronavirus_eGK.pdf

 


Neues Verfahren zur Kennzeichnung der Leistungen für Corona-Patienten ab 1. April 2020

KVS-Fax-News - Coronavirus: Neues Verfahren zur Kennzeichnung... 

Stand: 03.04.2020


Abrechnungsinformationen vom 30.03.2020

Corona: Erweiterung der Videosprechstunde um Schmerztherapeutisches Gespräch

Schmerztherapeutische Gespräche können ab 1. April auch per Video erfolgen. Diese Möglichkeit besteht nicht nur während der Coronavirus-Pandemie, sondern dauerhaft. Das hat der Bewertungsausschuss heute beschlossen.

Die Voraussetzung zur Abrechnung der Gebührenordnungsposition 30708 für die Beratung und Erörterung und/oder Abklärung im Rahmen der Schmerztherapie wird im EBM-Abschnitt 30.7.1 entsprechend angepasst.


Abrechnungsinformationen vom 26.03.2020

U-Untersuchungen: Überschreitung der Toleranzzeiten ab U6 weiter möglich

Ärzte können Kinder-Früherkennungsuntersuchungen ab der U6 jetzt auch durchführen und abrechnen, wenn die vorgegebenen Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten überschritten sind.

Gilt für U6, U7, U7a, U8 und U9

Die Zeiträume für die Kinder-Früherkennungsuntersuchungen sind in der Kinder-Richtlinie geregelt und entsprechend im EBM festgelegt. KBV und GKV-Spitzenverband haben nun vereinbart, dass diese festen Zeiträume für die U6, U7, U7a, U8 und U9 voraussichtlich bis zum 30. Juni 2021 ausgesetzt werden.

Ziel ist es, nicht unbedingt notwendige Patientenkontakte in den Praxen zu vermeiden. Dadurch sollen die Praxen entlastet und eine zusätzliche Ausbreitung des COVID-19-Virus über die Wartezimmer der Arztpraxen verhindert werden.


Abrechnungsinformation vom 24.03.2020

Corona: Abrechnung des Zuschlags zur Infektionsdialyse

Die Kostenpauschalen nach den folgenden Gebührenordnungspositionen (GOP) sowie die zugehörigen Zuschlags-GOPen des EBM sind nun ausdrücklich auch bei Vorliegen einer Infektion mit COVID-19, bei Patienten, die unter Quarantäne gestellt sind (gemäß §§ 28 und 30 Infektionsschutzgesetz) und bei Kontaktpersonen der Kategorie I nach dem COVID-19-Kontaktpersonenmanagement des Robert Koch-Institutes berechnungsfähig:

GOP 40835: Zuschlag zu der Kostenpauschale 40816, 40823 oder 40825 für die Infektionsdialyse und

GOP 40836: Zuschlag zu der Kostenpauschale 40815, 40817, 40818, 40819, 40824, 40826 bis 40828 für die Infektionsdialyse


Abrechnung Verwaltungskomplex für die Ausstellung von Wiederholungsrezepten

Für das Ausstellen von Wiederholungsrezepten oder Überweisungsscheinen ohne persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt kann der Verwaltungskomplex nach der GOP 01430 zum Ansatz gebracht werden.


Abrechnungsinformationen vom 18.03.2020

Abrechenbarkeit der Psychotherapie-Leistungen mit telefonischem, mittelbarem Arzt-Patienten-Kontakt

Die geltenden Abrechnungsbestimmungen des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM), der Psychotherapie-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesauschusses sowie der Psychotherapie-Vereinbarung (Anlage 1 des Bundesmantelvertrages der Ärzte BMV-Ä) ermöglichen keine Abrechnung von psychotherapeutischen Leistungen, die im Rahmen eines telefonischen Arzt-Patienten-Kontakts erbracht wurden.