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null Anstellung

Eine weitere Möglichkeit für die Tätigkeit in der ambulanten Versorgung ist die Anstellung bei einem Vertragsarzt, Psychologischem Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten oder in einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ). Dabei muss der anstellende Arzt nicht zwingend in derselben Fachgruppe tätig sein.

Die derzeitigen Entwicklungen zeigen, dass die Anzahl der Anstellungen stetig steigt.

 

Aus bedarfsplanerischer Sicht möchten wir auf folgende Situationen hinweisen:

 

Anstellung in einem nicht gesperrten Planungsbereich

Bestehen für die Arztgruppe des anzustellenden Arztes keine Zulassungsbeschränkungen, kann ein Vertragsarzt oder Vertragspsychotherapeut einen fachgleich und / oder fachübergreifend Kollegen ohne Leistungsbeschränkung bei sich (neu) anstellen. Beispielsweise kann ein Hausarzt auch einen Arzt eines anderen Fachgebietes beschäftigen.

  • Wichtig: Es wird darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit der Umwandlung einer Anstellungsstelle in eine Zulassung besteht. Sollte der Planungsbereich nach Aufnahme der Tätigkeit gesperrt werden, besteht beim Ausscheiden des Angestellten eine Nachbesetzungsmöglichkeit (ð Niederlassen im gesperrten Bereich).

 

Anstellung in einem gesperrten Planungsbereich

Auch bei Zulassungsbeschränkungen besteht die Option, sich anstellen zu lassen. Jedoch ist die Anstellung hier nur in demselben Fachgebiet mit Leistungsobergrenze möglich, d.h. ein Hausarzt kann auch nur einen Hausarzt beschäftigen. Die vertragsärztliche oder –psychotherapeutische Tätigkeit in einem geschlossenen Bereich ist allgemein nur im Rahmen des Job-Sharing zulässig (ð Niederlassen im gesperrten Bereich). Im Gegensatz zur Anstellung in einem offenen Bereich lässt sich hier die Anstellung nicht in eine Zulassung umwandeln, da Job-Sharing (Anstellung sowie Zulassung) nicht in der Bedarfsplanung berücksichtig wird. Die Form der Anstellung bedeutet nicht wie bei der Zulassung, dass man mit vollem oder hälftigem Versorgungsauftrag in der Vertragsarzt- oder Vertragspsychotherapeutenpraxis tätig sein muss, sondern hierbei lassen sich allgemein folgende Varianten unterscheiden:

Bis zehn Stunden pro Woche   (Faktor 0,25 in der Bedarfsplanung)
Über zehn und bis 20 Stunden pro Woche (Faktor 0,5 in der Bedarfsplanung)
Über 20 bis 30 Stunden pro Woche (Faktor 0,75 in der Bedarfsplanung)
Über 30 Stunden pro Woche (Faktor 1 in der Bedarfsplanung)

 

Wer einen angestellten Arzt beschäftigen will, muss die Anstellung zuvor vom Zulassungsausschuss (ZA) genehmigen lassen.

Antragsformulare und Informationen zu den einzureichenden Unterlagen bekommen Sie bei der Geschäftsstelle des Zulassungsausschusses.

Zudem empfehlen wir Ihnen, sich frühzeitig über die Sitzungstermine des ZA zu informieren.


 

Anlagen