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null Zi-Praxis-Panel gestartet

Auch in diesem Jahr befragt das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) wieder mehrere tausend niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten im Rahmen des Zi-Praxis-Panels (ZiPP) zur wirtschaftlichen Situation ihrer Praxen. In diesem Jahr werden mehr als 55.000 Praxen angeschrieben und um Teilnahme gebeten. Die Befragung liefert wichtige Daten für die Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen und für die Weiterentwicklung des EBM. Je größer der Rücklauf ist, desto aussagefähiger sind die Informationen.

2010 hat das Zi erstmals eine ZiPP-Erhebungswelle durchgeführt. Seitdem hat sich das ZiPP deutlich weiterentwickelt und eine breite Akzeptanz erreicht. Um das langfristig angelegte ZiPP fit für das nächste Jahrzehnt zu machen, stehen in diesem Jahr größere Veränderungen ins Haus, die mit einer grundlegenden Überarbeitung der Panels einhergehen.

So wird das Erhebungsverfahren schrittweise auf eine Online-Befragung umgestellt – das vereinfacht nicht nur die Teilnahme der Ärzte und Psychotherapeuten. Es trägt auch zur Qualitätssteigerung der erhobenen Daten und der Auswertungsergebnisse bei. Zudem schonen das Zi durch den schrittweisen Verzicht auf papiergebundene Erhebungsunterlagen auch noch die natürlichen Ressourcen und leisten somit einen Beitrag zum Umweltschutz.

Wie in den Vorjahren ist die Befragung in zwei Teile gegliedert: Der erste Teil ist von den Teilnehmenden auszufüllen. Hier geht um Merkmale der Praxis sowie um Angaben zu den Inhabern und Angestellten in der Praxis. Im zweiten Teil geht es um die Finanzdaten der Praxen. Da das ZiPP im Kern die wirtschaftliche Seite der Praxistätigkeit beschreiben soll, ist dieser Teil von großer Bedeutung und schließt den Steuerberater regelmäßig mit ein.

Während der erste Teil vom jeweiligen Praxisinhaber ausgefüllt werden muss, ist für den zweiten Teil im Regelfall die Einbindung des Steuerberaters notwendig. Neu ist in diesem Jahr, dass der erste Teil der Befragung auf ein reines Online-Verfahren umgestellt wird. Der zweite Teil wird vorerst weiterhin per Papier-Fragebogen erhoben. Voraussichtlich im kommenden Jahr wird dieser Teil ebenfalls auf ein Online-Verfahren umgestellt.  Dann werden auch weitere Unterstützungsmöglichkeiten und Software-Angebote für Steuerberater zur Teilnahme am ZiPP bereitstehen und die Bearbeitung der Finanzdatenabfrage somit noch weiter erleichtert.

Die Teilnehmenden erhalten eine Aufwandspauschale und profitieren von einem individuellen Praxisbericht, der nach Auswertung aller Daten an die Teilnehmer versendet wird. Um die Aufwandspauschale auszahlen und den Praxisbericht übermitteln zu können, sind die Personendaten der Teilnehmer erforderlich. Im Zi wird ein höchstmögliches Maß an Datenschutz garantiert. So werden diese personenbezogenen Angaben ausschließlich in einer ausgelagerten Zi-Treuhandstelle verarbeitet. Das Zi erfährt nicht, wer am ZiPP in Person teilnimmt.

Die Angabe dieser Personendaten durch die Teilnehmenden erfolgt bei der Zi-Treuhandstelle durch ein Online-Formular. Dies dient primär dem Zweck, einen einfachen und übersichtlichen Ablauf für die Teilnahme anzubieten. Der Zeitaufwand kann dadurch erheblich reduziert werden.

Die Umstellung auf eine Online-Verfahren ist auch zum Vorteil für die ZiPP-Teilnehmenden: So werden die bisherigen Feedback-Angebote für Teilnehmer grundlegend überarbeitet und erweitert. Dadurch soll der persönliche Nutzen einer Teilnahme am ZiPP für Ärzte und Psychotherapeuten deutlich ausgeweitet werden. Zudem schafft das Zi damit die Grundlage für eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Zi-Praxis-Panels im Sinne der Ärzteschaft.

Von daher unsere Bitte: Gestalten Sie die Zukunft im ZiPP mit und beteiligen Sie sich, die Umwelt durch Verzicht auf Papier zu schonen und die Zeitabläufe im Zi zu verkürzen. Für Teilnehmende wird der Ablauf einfacher.

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